Bambara und Soninké
In Folge 56 sprechen wir mit Manyakhalé Diawara über Mali, die Sprachen Bambara und Soninké, die Performativität der Sprache, die Bedeutung des Französischen als Kolonialsprache und über Macht. Aber auch über die Besonderheiten des Dolmetschen – wie geht man mit unterschiedlichen Konzepten von Zeit und Arten zu Erzählen um? Und außerdem geht es noch um Kreolsprachen.
Manyakhalé Diawara ist Politikwissenschaftler und Ökonom mit einer Spezialisierung auf Global Political Economy and Development (Goethe-Universität Frankfurt, Universidade Nova de Lisboa, Universität Kassel) und besonderem Interesse an postkolonialen und feministischen Ansätzen sowie kritischen Perspektiven auf Handel, Entwicklung und Digitalisierung.
Er ist Projektmanager in der internationalen Zusammenarbeit und arbeitet seit 2014 als Dolmetscher und Übersetzer in und aus 15 Sprachen. Sein Schwerpunkt liegt auf den Mande-Sprachen Westafrikas, darunter Soninké, Bambara und Malinké, sowie auf Pidgin- und Kreolsprachen und romanischen Sprachen. Als Übersetzer arbeitet er für internationale Organisationen, Medien, Kulturinstitutionen und Verlage sowie an Publikationen und Projekten in den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Politik und Wirtschaft. Als Dolmetscher arbeitet er unter anderem für die Justiz und Behörden im Asyl- und Migrationsbereich sowie im akademischen, medialen, politischen und sozialen Kontext. Seine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld globaler, postkolonial geprägter Machtverhältnisse.