Überübersetzen

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00:00:00: Ich freue mich, dass ihr wieder da seid und ich freue mich auch besonders, dass wir wieder da sind.

00:00:29: Weil wir nämlich dank eurer Unterstützung und der Unterstützung vom deutschen Übersetzerfonds weiter über Übersetzen sprechen dürfen!

00:00:36: Die nächsten Folgen werden auch super spannend, weil wir uns nämlich mit unterrepräsentierten Sprachen beschäftigen werden die genauso wichtig sind wie die sogenannten Presti-Sprachen.

00:00:46: Wir fangen an mit Dari und Pashtou das sind Sprachen aus Afghanistan und mit dem Eierverlag der Geschichten auf Sprachen veröffentlicht die Kindern helfen ihre Wurzeln zu fühlen und zu verstehen.

00:00:58: Das ist ein ganz wunderbarer junger Kinderverlag für Familien die zwischen Sprachen leben Und Uma Tochi Peracha, Waslat Hasrat Nasimi und Juana Lima haben ihn gegründet und gestartet mit ihren Erstsprachen Dari und Pashto.

00:01:13: Jetzt erweitern sie einen Schritt für Schritt in andere Sprachen.

00:01:17: Waslat hasrat nasimi ist eine deutsch-afghanische Journalistin Buchautorin und Moderatorin.

00:01:23: Sie arbeitet für die deutsche Welle und ist auch bekannt durch ihre Bücher Rausländer und die Löwen von Afghanistan Und sie hat das erste Buch, Sie Murch der Vogel des Lichtes für den Eierverlag geschrieben.

00:01:35: Juana Lima ist bekannt als Influencerin für Fashion, ehemalige Moderatorin bei MTV und vieles andere mehr und politische Haltung zu beziehen und sich sozial zu engagieren gehört für sie ebenso zum guten Stil wie Mode & Beauty.

00:01:52: Vision for Children TV und außerdem arbeitet sie als Videocreator, DJ, Moderatorin und hostet den tollen Podcast Gott und die Welt und noch vieles andere.

00:02:02: Uma Tochi Piracha hatte die Idee für den Verlag und ist Mitbegründerin und sie übersetzt seit sie denken kann zwischen Sprachensystemen, Welten, die selten miteinander sprechen.

00:02:13: Sie ist geboren in Kabul aufgewachsen in mehreren Ländern und kam dann mit zwölf Jahren nach Deutschland.

00:02:19: Sie ist Soziologin, Volkswirtin, Strategie- und Transformationsberaterin bei einem deutschen Realitätskonzern.

00:02:27: Alle drei sind Mütter – und erziehen ihre Kinder mehrsprachig!

00:02:30: Und sie leben seit sie denken können mit Übersetzung.

00:02:33: Sie übersetzen selbst, wechseln die Sprachen durch Flucht, durchs Leben, Dolmetschen beim Vorlesen, simultanen Kinderbücher wie ganz viele andere Eltern mit ähnlichem Hintergrund.

00:02:45: Mit diesem Verlag schaffen sie Abhilfe.

00:02:48: Sie haben ein Angebot von einem renommierten Verlag bekommen und ausgeschlagen, um einen unabhängigen Verlag zu gründen und ihre Ideen frei umsetzen können.

00:02:57: Es ist echt mutig!

00:02:58: Und man merkt es dem Verlag auch wirklich an – sehr toll!

00:03:02: Wir gehen also heute der Frage nach, welche Rolle spielt Übersetzen bei der mehrsprachigen Erziehung?

00:03:08: Warum ist es so wichtig alle Sprachen als Reichtum zu begreifen und wie wichtig sind übersetzte Bücher für Familien die zwischen den Sprachen leben.

00:03:17: Ich freue mich dass ich hier in Frankfurt bei UMA sein darf und mit einer so kraftvollen und kompetenten Macherin über das spannende Thema Übersätzen für Familien Die Zwischensprachen Leben reden zu dürfen.

00:03:37: Vielleicht fangen wir erst mal ganz einfach an mit dir.

00:03:39: Was sprichst du denn für

00:03:40: Sprachen?

00:03:41: Ja, ich spreche Pashto und Darii.

00:03:45: Russisch habe ich auch sehr viel gesprochen in den letzten Jahren sehr wenig leider.

00:03:53: Ansonsten Englisch- und Schulfranzösisch.

00:03:56: Wieso hast Du russisch gesprochen?

00:03:58: Ich bin ein Kabel geboren bis zur ersten Klasse.

00:04:01: Bin ich zweisprachig aufgewachsen, Dari und Pashtow.

00:04:05: Und dann kam der Bürgerkrieg und meine Familie ist über Tajikistan nach Uzbekistan, und dann nach Moskau gegangen.

00:04:15: Das war alles nicht geplant.

00:04:17: Und das war die ehemalige Odessaia so dass dort russisch gesprochen wurde.

00:04:23: Dann bist du in Moskauer zur Schule gegangen?

00:04:25: Genau unter anderem also wenn es gegen eigentlich... das ist das Verrückte.

00:04:29: ich bin eigentlich nach der ersten Klasse nicht so richtig weiter in der Schule gewesen Aber die Sprache habe ich gelernt und auch schnell gelernt, auch mit dem richtigen Akzent glaube ich.

00:04:41: Also immer wenn mich jetzt Moskauerinnen oder Russinnen und Russen hören sagen die immer so ja das ist

00:04:48: der richtige Akzent.

00:04:48: Ja

00:04:49: und so bin ich dazu gekommen.

00:04:50: Und Patscht und Dari haben deine Eltern gesprochen.

00:04:53: dann?

00:04:54: Weil du gleich zwei Sprachen hast wie... Wie kommt es?

00:04:58: Ja, in Afghanistan.

00:04:59: Die Ansprache ist Pashto aber auch Darii und meine Familie, mein Vater hat Pashtu auch gesprochen, aber auch viel Dariis.

00:05:08: Es gibt noch eine weitere Sprache die er gesprochen hat.

00:05:11: Er kommt aus Januristan.

00:05:13: da wird auch ne ganz andere Sprache gesprochen Und meine Mutter spricht Pashtor Aber sie sind in Kabul dann gewesen und in Kabul wurde viel Dalii gesprochen Und ja, es haben sie dann irgendwann glaub ich einfach so mit übernommen.

00:05:28: Das war so ein bisschen glaube ich der Zeitgeist und in der Zeit bin ich dann geboren und das ist dann mir einfach weitergegeben worden.

00:05:36: also das hatten Sie schon meine Oma zum Beispiel halt nur Dari mit mir gesprochen.

00:05:40: fäterlicherseits und in einer Schule habe ich auch Dari gesprochen und es hat sich sehr stark so vermischt einfach im Alltag.

00:05:46: also da war keine krasse Trennung.

00:05:49: und sind die Sprachen sich ähnlich?

00:05:51: Eigentlich nicht.

00:05:52: Also sie sind so unterschiedlich wie wenn man Deutsch mit Englisch vergleicht, also z.B.

00:05:59: Zahlen sowie im Deutschen wird auch in Passtow-Zweiundzwanzig, also Stammzahl kommt erst... Wie nennt man das nochmal nach der Zahl?

00:06:10: Zweiundzwanzig und nicht wie im Englischen.

00:06:13: Da die ist dann nochmal ganz anders, doch Adjektive

00:06:17: usw.,

00:06:18: es ist schon sehr unterschiedlich.

00:06:20: Okay, und die meisten Leute sind aber zweisprachig?

00:06:23: Viele ja!

00:06:25: Interessant, spannend... Gut, und dann bist du nach Deutschland gekommen.

00:06:28: also sprichst perfekt Deutsch.

00:06:30: das ist jetzt immer dieses.

00:06:31: wir haben jetzt schon gelernt in diesem Podcast von Muttersprache zu sprechen ist sowieso relativ sinnlos.

00:06:36: hier wird es jetzt noch mal total klar.

00:06:39: Es gibt Arsprachen und Besprachen.

00:06:41: Was würdest du als deine Arsprache bezeichnen?

00:06:44: Ich glaube, ich würde das von der Lebensphase abhängig machen.

00:06:48: also jetzt ist natürlich Deutsch meine dominante Sprache weil ich auch mit meinen Geschwistern sogar Deutsch spreche.

00:06:57: meine Freunde mein Umfeld ist einfach stark deutsch geprägt mit meinem Mann.

00:07:02: Aber dadurch, dass wir bei der Erziehung die Muttersprache gewählt haben ist die Muttersprache jetzt wieder sehr präsent.

00:07:09: was sehr schönes.

00:07:10: Also

00:07:10: du hast zwei Kinder, ne?

00:07:12: Also vier und sechs.

00:07:13: Genau!

00:07:14: Mit denen sprichst Du Dari oder Pashto?

00:07:17: Pashtu.

00:07:17: Ja,

00:07:18: da musste ich mich auch eben entscheiden weil das war dann zu viel.

00:07:22: Wir wussten was... Die Forschung sagt auch ein Gesicht eine Sprache.

00:07:26: am besten man kann noch mehr switchen.

00:07:29: also zum Beispiel abhängig von bestimmten Umfeld oder Kontext kann man auch switchen.

00:07:34: Man kann zum Beispiel sagen jetzt ist Mittagsessenzeit, wir sprechen währenddessen nur eine Sprache.

00:07:39: das geht anscheinend aber ich habe mir das gemerkt ein Gesicht eine Sprach und dann muss sich mich entscheiden und dann hab' ich mich für Pascht entschieden.

00:07:47: damit ist leider Dali so bisschen raus aber ich hab viele Freunde die auch Dali sprechen.

00:07:52: also es ist trotzdem noch da.

00:07:54: Aber immerhin du hast Pascht und dein Mann spricht dann Deutsch Mit den Kindern.

00:08:01: Mein Mann, also mit den Kindern nicht, mein Mann hat auch eine andere Sprache er spricht Urdu, das ist auch seine Muttersprache und deswegen Arsprache.

00:08:10: was ist meine Arsprache?

00:08:12: Wahrscheinlich viel im Alltag Deutsch mit meinen Kindern dann meine Muttersprüche Und dann mischt sich das auch mit der Muttersprache von meinem Mann.

00:08:21: Das funktioniert schon, also meine Eltern sprechen beide nur Paarstuhl mit meinen Kindern.

00:08:26: die antworten dann in der Muttersprach auf Paarsto.

00:08:30: Bei mir antwortet sie sehr oft nur auf Deutsch was in Ordnung ist, das habe ich jetzt gelernt dass es später kommen kann.

00:08:37: Ich war zwischenzeitlich etwas frustriert

00:08:40: bei

00:08:40: meinem älteren Sohn weil ich gedacht hab oh Gott das kommt gar nicht mehr.

00:08:43: am Anfang hat er ja nur Paarssto geredet und In der Kita-Zeit hat sich das natürlich vermischt und dann ist es fast verschwunden.

00:08:51: Und jetzt seit einem Jahr antwortet er immer mehr auf Pashto auch.

00:08:56: Ja klar, das ist verunsichernend.

00:08:58: also das ist ja auch eine Aufgabe die mehrsprachige Erziehung.

00:09:01: was sehr viel ausmacht ist dass ich möchte nicht dass meine Muttersprache bei mir endet und sie endet am Ende des Tages wenn Ich in einem Alltag bin indem eine Sprache sehr dominant ist die nichts mit meiner Muttersprüche zu tun hat.

00:09:16: Und ich hatte dir vorhin auch erzählt, wie wichtig es ist eben das als Potenzial zu sehen.

00:09:23: Ich habe neulich mit meinem Sohn über Fernweh gesprochen und wir sind dazu in einem Dialog aus seinem Buch gekommen und ich habe ihm dann gesagt, ich kann Fernweh gar nicht auf Pasta oder Dari übersetzen auf irgendeiner Sprache die du kennst Und das war für ihn so schön, weil er es auf Deutsch eben begriffen hat.

00:09:43: Gleichzeitig ist es zum Beispiel beim Wort Jan, was auf Darii, auf Pashto türkisch Urdu auch gleiche Bedeutung hat.

00:09:50: Das ist zu viel wie meine Seele oder mein Leben.

00:09:54: in Pashtu gibt es noch eine Steigerung Janana also all mein Leben sozusagen und das wird auch im Alltag einfach wie ein Cousin haben gesagt und mein Kind dahinar weiß was es heißt zum Beispiel kann damit zu viel Arbeit und sein Horizont erweitert sich eben dadurch.

00:10:09: Das heißt, Mehrsprachigkeit erweiterte den Horizont in beiden Richtungen nicht nur in der Herkunft sondern alles was eben auch dann weiter dazu kommt.

00:10:18: ja das belegen eben auch viele Studien.

00:10:22: wir brauchen da eigentlich so gesammelt irgendwie wissen für viele Eltern die da so orientierungslos wie ich eben auch da durchgehen müssen Und so ist es auch zu dem Verlag gekommen.

00:10:33: Ja, um das nämlich zu begreifen dass es ein Reichtum ist weil es ist ja schon so, dass Mehrsprachigkeit ist was Positives absolut.

00:10:40: aber ich empfinde es manchmal so dass mehr Sprachigkeit wenn man sagt das Kind spricht Englisch und Französisch und Spanisch und Deutsch und sagen alle super

00:10:47: toll

00:10:48: ganz toll.

00:10:49: aber all die Kinder die türkisch und deutsch sowieso Zuhause sprechen oder Pashtub Das wird ja nicht automatisch als großer kultureller Sprachreichtum begriffen in der gesellschaftlichen Anerkennung.

00:11:03: Ja, das wird auch als Prästisprachen genannt und die anderen Sprachen werden dann nicht entsprechend gewertet.

00:11:11: Dadurch schaffen wir ein anderes Bewusstsein – auch für das Kind ein Selbstbewusstsein

00:11:17: Und das hat euch dann ja im Prinzip ... also, euch hat ja was gefehlt.

00:11:20: Also ihr habt zu dritt diesen Eierverlag gegründet?

00:11:23: Genau.

00:11:25: Vor einem Jahr?

00:11:25: Vor einem Ja genau in Sommer.

00:11:27: Aber

00:11:27: du hast schon lange daran gearbeitet, ne?

00:11:30: Das war auch eine ganz besondere Phase.

00:11:32: Es hat mit meinem Sohn begonnen als er geboren ist und ich wollte viel lesen.

00:11:36: Ich lese selbst sehr viel und gerne und wollte ihm natürlich vorlesen.

00:11:40: Hab alle mögliche Bücher geholt, hab da schon festgestellt okay wir haben uns für eine Muttersprache eben paar Stunden entschieden, da gibt es so gut wie keine Bücher.

00:11:49: Habt dann aber das irgendwie verdrängt und ... Da gibts

00:11:52: so gut als keine Büchern jetzt hier in Deutschland?

00:11:55: Du kommst auch nicht dran natürlich!

00:11:56: In der aktuellen politischen Situation kommst du ja nicht dran.

00:11:58: Ich komme da nicht dran... Es gibt's dir auch so nicht.

00:12:01: Es gibt ein Paar, die sind vom Aufbau her von der Geschichte, vom Kontext, von der Haltung überhaupt nicht das was meine Lebenswirklichkeit ist, was ich meinem Kind vermitteln möchte.

00:12:14: die sind sehr veraltet.

00:12:16: Ich möchte auch ein schönes Buch einfach meinem Kind vorlesen, ich möchte aber auch das vorlese was meine Kinder im Kindergarten vielleicht mit anderen Kindern besprechen also Grüffel oder das Ninehorn oder sonst wie.

00:12:27: da möchte ich nicht dass mein Kind sagt okay das gibt es einfach nicht in meiner Muttersprache.

00:12:32: diese Trennung wurde immer präsenter je älter er wurde.

00:12:35: dass du mehr habe ich gemerkt dass mein kind mich unterbrochen hat weil ich simultan falsch übersetzt hab Nicht richtig übersetzt.

00:12:44: Also du hast die Kinderbücher vorgelesen und hast Simultan vom Deutschen in ein paar Stellen versetzt, um das zu machen?

00:12:52: Das werden jetzt bestimmt ganz viele Eltern nachvollziehen können.

00:12:56: Das müssen wahrscheinlich viele machen mit den unterrepräsentierten Sprachen!

00:12:59: Ja

00:13:00: sie kaufen sich Bücher bekommen welche geschenkt und dann müssen Sie einfach simultan übersetzen

00:13:05: Und

00:13:06: nach einem vollen Tag bist du auch erschöpft vielleicht oder übersetzt einfach nicht richtig.

00:13:12: Viele Eltern sind hier aufgewachsen können die Muttersprache auch gar nicht so gut und wünschen sich mit der Entscheidung, ich möchte meine Mutterspreche weitergeben.

00:13:21: Dass sie ihren Wortschatz erweitern zum Beispiel.

00:13:24: Damit sind Sie dann auch abgehängt.

00:13:26: Sagen dann ja, ich kann es einfach nicht übersetzen.

00:13:27: Aber die, die übersetzen können sozusagen oder die Sprache sprechen?

00:13:32: Die übersetzen simultan.

00:13:33: Ja vor allen Dingen.

00:13:34: Ich meine das habe ich gelernt.

00:13:35: Das war sechs Jahre Studium.

00:13:39: Und dann sagen wir noch zusätzlich wenn ich im Theater arbeite Simultandolmetschen von Literatur ist ist praktisch nicht möglich auf die Schnelle.

00:13:46: Und es ist ja so eine Mischform, was man sich vorübersetzt und dollmälscht.

00:13:50: Also das ist extrem anspruchsvoll.

00:13:51: Das ist

00:13:52: anspruchvoll!

00:13:53: Und

00:13:53: Kinder haben auch bestimmte Antennen.

00:13:54: Sie merken diesen Frust in mir, wenn ich dann eben bestimmte Wörter nicht hinbekomme.

00:14:01: Die spüren

00:14:01: diese Trennung.

00:14:03: Es besteht da einfach dieser Trennung okay.

00:14:05: Meinem Alltag ist Deutsch präsent.

00:14:07: Meine Mutter spricht mit mir eine andere Sprache.

00:14:10: Ich verstehe immer mehr vielleicht auch etwas... Da hintergehört, also dass ich eben auch mehr Sprache irgendwie bin.

00:14:17: Auch bestimmte andere Einflüsse.

00:14:19: aber es hört immer da auf wo es vielleicht auch Spaß macht ob Hergeschichten Bücher viele andere Inhalte.

00:14:26: und diese Trennung war für mich unerträglich.

00:14:29: Ich wollte

00:14:30: das ändern.

00:14:30: das hat doch vielen natürlich auch mit meinem Beruf oder sonstigen zu tun habe ich gesagt so jetzt möchte ich mich damit auseinandersetzen hab recherchiert Und hatte dann gesagt wenn dann muss es ein Verlag sein, der sehr viele Bücher schon hat.

00:14:46: Das kann ja nicht sein!

00:14:46: Da müssen wir einfach die übersetzen und so ist es dazu gekommen dass ich dann mit einem sehr großen internationalen Verlag eben gesprochen habe herausgefunden, dass sie da eigentlich gar nicht so den Blick dazu haben.

00:15:02: Also die haben immer wieder natürlich in ihrer Recherche das Thema gehabt unter repräsentierte Sprachen aber es endete meistens dabei ja wie sollen wir dann bestimmten Standard auch gewährleisten für diese Übersetzungen?

00:15:15: und noch schwieriger wurde bei der Frage der Reichweite.

00:15:19: also wie erreichen wir dieses Zielgruppen?

00:15:21: Und außerdem die meisten wollen doch eigentlich gar Da waren einfach viele Dinge, die sehr abstrakt waren und dann legt man das weg.

00:15:30: Oder die andere Richtung?

00:15:31: Ich

00:15:33: befassen wir uns nicht, damit gucken wir lieber weiter.

00:15:36: Weil es ja auch im Prinzip bedeutet eigentlich wie sehr die andere Richtung eher guckt man was gibt es im Dari?

00:15:40: Was können wir ins Deutsche übersetzen sozusagen als die andere richtung bedeutet ja im prinzipien ein weltoffenheit dass wir uns endlich mal unserer gesellschaftlichen realität stellen und sagen wir brauchen nicht nur deutsche bücher sondern wir brauchen büchern in ganz vielen sprachen für diese ganzen kinder die hier leben und die sprachen sprechen.

00:15:59: Also das war genau das, was du sagst.

00:16:01: Dass die diese Fragen gestellt haben und ich spreche darüber... Ich habe in New York mit dem Vorstand fast schon gesprochen nicht faß sondern da auch aus dem Kinderbuchbereich, die dann die Frage gestellt haben ja ihr könnt doch auch aus Afghanistan einfach Bücher bestellen.

00:16:17: also soweit weg ist man da immer noch.

00:16:21: Naja, einmal das was du jetzt eben genannt hast, erklären und auf der anderen Seite die Realität.

00:16:26: Wir sprechen in Deutschland über fast vier Millionen Kinder, die mehr Sprache aufwachsen.

00:16:33: Die haben einfach gar keine Bücher, gar keine Hörbücher in ihrer Muttersprache.

00:16:38: Ja vielleicht müssen wir noch mal genau sagen was ihr da macht?

00:16:41: Ihr seid drei Frauen die sich zusammengetan haben.

00:16:44: Ihr seid jung gegründet, ihr habt zwei Bücher schon realisiert.

00:16:48: Theo Wutlöwe das ist übersetzt worden einfach.

00:16:51: Das heißt einfach dass es ein übersetztes Buch ins Patschstuhl

00:16:55: und Dari.

00:16:58: Beide Sprachen übersetzt ihr.

00:17:00: Und ihr macht auch noch was ganz Besonderes.

00:17:03: Ihr macht eine phonetische Umschrift, dass jeder das vorlesen kann weil es so ist, dass nicht mehr alle die Schrift lesen können von euch zweiter Generation.

00:17:13: Genau.

00:17:14: Das fand ich auch sehr interessant.

00:17:17: Ich kann die Schriften noch lesen aber da sind ganz viele die eben hier geboren und aufgewachsen sind.

00:17:23: Es geht ja auch überhaupt um Zugang zum Lesen.

00:17:27: Also du musst auch eine bestimmte Zielgruppe erst mal haben.

00:17:30: Na

00:17:30: klar, man geht hier in Deutschland zur Schule.

00:17:32: Man spricht zu Hause die Sprache und kann perfekt Dari sprechen.

00:17:37: Aber man kommt mit der Schrift nicht unbedingt in Berührung.

00:17:40: Man schreibt sich ja nicht.

00:17:41: Sondern in der Schule ist alles auf Deutsch geschrieben.

00:17:43: Und deswegen ist diese Umschrift so wichtig dass sozusagen alle Mütter und Väter wieder vorlesen können weil phonetisch haben sie es im Ohr Die Schrift würde eine Schwierigkeit bereiten.

00:17:55: Phonetische Umschrift ist uns sehr früh klar geworden, dass das etwas ist was uns auch absetzt von allen anderen Büchern weil wir mit der Haltung herangehen es gibt viele Eltern die einfach hier geboren sind aufgewachsen sind und schon diese Einstellungen haben.

00:18:12: ich möchte meinen Kindern vorlesen Ich finde aber eben nicht in meiner Muttersprache oder sehr wenig.

00:18:19: Und das, was vorhanden ist eigentlich toll.

00:18:21: Das bildet eben auch meine Lebenswirklichkeit wieder und der Zugang dazu wäre eigentlich phonetische Umschrift.

00:18:28: so schreiben wir uns mit Verwandten Ja, zum Beispiel in vielen Chats.

00:18:35: Wenn du außerhalb von Deutschland eben mit irgendwelchen Verwandten sprichst oder sonst wie, dann schreibt man auch trotzdem an der Muttersprache ob da die Pashto-Urdu-, oder Hindi-Koreanisch, kann ich ganz viele die dann eben phonetisch das machen.

00:18:52: Und das haben wir uns einfach als Beispiel genommen und haben gesagt, so.

00:18:55: Das müsste genauso sein!

00:18:56: So kann eine Mutter oder ein Vater selbst auch nochmal ihr Wortschatz erweitern – dass es nämlich auf dem Weg zur Gründung uns klar geworden ist.

00:19:04: Wir haben jetzt nicht einfach so gestartet sondern haben auch viele Interviews geführt, haben genau verstehen wollen wo stehen eigentlich diese Eltern die eben wie ich an so einer Herausforderung haben?

00:19:16: Und der größte Wunsch... war bei den Eltern, ich möchte auch meine Muttersprache widersprechen.

00:19:22: Auf jeden Fall ist das der Ansatz gewesen?

00:19:24: Also das war deine Idee und dann war dir gleich klar okay dass wirst du nicht alleine machen sondern du wirst auf jeden fall andere Frauen oder anderen Mitgründern kontaktieren

00:19:33: Genau im Zuge der Recherche weil ich jemanden für Übersetzung gebraucht habe die eben Nicht nur fachlich das versteht Sondern auch mit diesem ansatz von ethischer Umschrift Dann auch zeitgemäß übersetzen.

00:19:48: So bin ich auf Waslat Nasimi gekommen, die eine ganz besondere Sensibilität für Sprache hat und trotzdem ein Pragmatismus würde ich sagen.

00:19:57: Offenheit so was anzugehen.

00:20:00: Sie ist Journalistin und arbeitet bei der Deutschen Wälder.

00:20:03: deshalb halt sie einen wunderbaren Pool an eben Kollegen und Kollegen, die viel übersetzen.

00:20:09: Und macht auch ganz viele tolle Sendung zu Afghanistan.

00:20:12: Wir haben uns für mich genau Autorin.

00:20:14: Das werden wir euch alles in die Shownotes packen weil falls ihr jetzt ganz viel über Afghanistan wissen wollt, wir reden hier ganz viel bei Übersetzung mit Kinderbüchern und bestimmt kommen wir auch noch darauf.

00:20:23: aber alles was ihr sonst noch findet ihr ganz sicher bei der Waslat in den Features die sie gemacht hat

00:20:29: Genau Und Juana Lima ist die Person, die mir immer wieder erwähnt wurde was Community und Reichweite angeht.

00:20:39: Und auch eine Mutter, die eben... Ich hab sie selbst sozusagen ich bin sehr wenig in Social Media präsent aber habe vieles von ihr mitverfolgt weil sie eine Mutter repräsentiert, die mit sehr viel Leichtigkeit eben Muttersprache oder überhaupt das Kulturelle mit dem hier und jetzt einbindet.

00:20:59: Das hat mich sehr beeindruckt, ich habe sie angesprochen.

00:21:02: Sie hatte auch schon die Idee ... Es haben ganz viele, glaube ich, diese Idee mit einem Buch.

00:21:07: Viele Mütter und viele Väter.

00:21:09: Jemand musste einfach den Anfang machen.

00:21:12: Dann haben wir uns irgendwann zusammengetan, haben viel geforscht und viel ausgearbeitet.

00:21:18: Irgendwann haben wir gesagt so, jetzt fangen wir an!

00:21:20: Und es war letztes Jahr.

00:21:22: Da haben wir auch entschieden, dass wir ein eigenes Buch schreiben wollen.

00:21:26: Die Wasler hatte schon eine Idee... gemerkt haben, es geht darum die bestehenden Bücher zu übersetzen.

00:21:35: Damit das eben abbildet was du auch so schön gesagt hast wenn Kinder einfach in ihrem Umfeld im Kindergarten über irgendwelche Geschichten erzählen.

00:21:44: und auf der anderen Seite war es uns wichtig trotzdem auch eben besondere Geschichten zu übersetzten.

00:21:49: und so sind wir auf Simurg also der Vogel des Lichts gekommen von der Geschichte her ein bisschen wie Konferente der Tiere wo es sehr viel um Gemeinschaft geht, um Gaben sage ich mal und am Ende ist das bei jedem selbst wunderschön geschrieben.

00:22:05: Total wundeschönes Buch und ganz ganz toll illustriert

00:22:08: auch.

00:22:09: Magdalena Folligny hat das illustrierte mit Pinseln und Farben und es war eine wunderschöne Zusammenarbeit ja!

00:22:16: Und jetzt hier geht der Vogel des Lichts geht dann auf eine Tradition, auf eine Mythologie zurück?

00:22:21: Auf die

00:22:22: persische Mythologie!

00:22:23: Und

00:22:23: das ist das

00:22:24: Schöne?!

00:22:24: Dann kannst du einen Dialog hinter ihm treten, ob jetzt dieses Buch oder ein anderes Buch.

00:22:30: So kannst du ja viel mehr auch zum Hintergrund erzählen und ich finde weil es jetzt hier auch um Übersetzung geht sozusagen das bringt so viel Leichtigkeit mit sich wenn du dich einfach auf die Geschichte einlassen kannst und nicht zu sehr irgendwie gucken musst.

00:22:47: habe ich das jetzt richtig übersetzt?

00:22:49: Ja

00:22:49: vor allen Dingen die Sprache ist nicht ganz leicht.

00:22:51: also ich finde es ist ein wunderschönes Buch ganz toll grafisch gestaltet, das heißt wir haben oben das Deutsche wie zum Beispiel glücklich fliegen sie zurück über ihren Nestern frei verbunden voller Licht und dann kommt es eben in Darieh geschrieben.

00:23:09: Und dann kommt's in der phonetischen Umschrift und ich finde auch dass ist so ein Buch... Das ist für jedes Kind!

00:23:15: Es ist auch so schön, dass man die andere Schrift mal sieht.

00:23:19: Also darüber hinaus ist es für alle Kinder eigentlich was Tolles, diese Mehrsprachigkeit zu erfahren.

00:23:25: Ja also ich glaube das ist auch wie du schon sagt, dass für andere wichtig und für das Kind, dass es ihm gleichwertig daneben steht, dass er präsent ist.

00:23:35: Es bekommt ein anderes Selbstbewusstsein.

00:23:38: Ich glaube genau in der heutigen Zeit an der Sufi um Spaltung geht ist hier bei uns so das Verbindende eben wichtig.

00:23:45: Ich habe dieses Beispiel mit Fernweh genannt und vielen anderen Dingen, so komme ich mit meinem Kind auch in Dialog und es merkt genau, dass es eigentlich mein Schatz, das ist mein Reichtum, dass ich da so viel habe und es trennt sich nicht!

00:24:00: Ja, das ist schon besonders.

00:24:01: Das

00:24:02: ist wirklich ganz toll was ihr gemacht habt!

00:24:05: Ihr habt praktisch alle drei Frauen die es jetzt gegründet haben den Verlag.

00:24:09: Ihr habt diese drei Sprachen zur Verfügung.

00:24:11: deswegen passt ihr auch perfekt zusammen und sie hat es geschrieben auf Deutsch?

00:24:17: Ja, das war eine Fügung.

00:24:19: Also es war eigentlich gar nicht so... Das war Zufallfügung!

00:24:22: Ich habe mit vielen gesprochen aber ich hab natürlich eine ganz andere Resonanz dann gehabt, als ich mich mit Waslat gesprochen habe die als Mutter und Muttersprache und dann auch noch dieselbe Sprache irgendwie nachempfinden konnte bei Warner genauso.

00:24:39: Und Waslat hat es zuerst, da merkt man eben auch, die dominante Sprache ist Deutsch.

00:24:45: Sie hat es zuerst auf Deutsch geschrieben.

00:24:47: Wir hatten da Übersetzerinnen, in dem Fall ist das auch was ganz Besonderes.

00:24:52: Ist ihre Mutter Svala Asradi.

00:24:56: sie ist eine der bekanntesten Journalistinnen, die auch übersetzt und so haben wir uns entschieden.

00:25:04: Wir hatten lange überlegt machen wir das oder woanders?

00:25:07: aber es war so spannend weil sie dann mit ihrer Mutter auch noch mal viel intensiver darüber sprechen konnte wie sie die Übersetzung haben möchte.

00:25:16: ich habe da auch die Rolle gehabt.

00:25:18: die wasselt konnte sich auf die Geschichte konzentrieren.

00:25:21: lektorat und so weiter hab ich mitgemacht sozusagen weil es darum ging wie klingt diese Übersetzung so, dass sie für ein Kind auch nachvollziehbar ist in der Muttersprache.

00:25:35: Die Übersetzerinnen... Also die Übersetserin

00:25:38: ist wirklich einer der berühmtesten Journalisten in Afghanistan.

00:25:40: Sie lebt natürlich jetzt nicht in Afghanistan, sondern in Deutschland und arbeitet von Deutschland aus für verschiedene Medien.

00:25:50: Aber

00:25:52: auf Dari und Pashto beide Sprachen.

00:25:54: Das ist das Gute genau!

00:25:55: Und sie hat natürlich gelernt, wie man übersetzt also in dieser Hochsprache und so weiter.

00:26:01: Und da haben wir eben einen Weg gefunden das pragmatisch umzustellen.

00:26:07: Da waren ganz viele Schleifen notwendig viel viel... Also meine Kinder mussten sehr oft die Geschichten auch sich anhören oder auch viele andere damit wir da den richtigen Ton finden.

00:26:18: Tone aber auch die Wortwahl Es musste ja genauso trotzdem klingen.

00:26:23: Also wir wollten auch die Sprache nicht so sehr verändern, also auf Pashto zum Beispiel hier Die Nix.

00:26:29: Ihr habt die Nix?

00:26:30: Genau!

00:26:30: Das heißt ihr drei Frauen habt miteinander an der Übersetzung gearbeitet und diese Übersetzung war jetzt absolut zum Vorlesen.

00:26:39: Musste sie ja sein in einer Sprache, die adäquat ist für Kinder und gleichzeitig ist es aber keine.

00:26:50: Es ist trotzdem lyrisch, es soll ja trotzdem die Lyrik Afghanistan.

00:26:54: so ein bisschen habe ich jetzt das Gefühl benahebringen.

00:26:56: Ja,

00:26:56: schön musst du das so

00:26:57: sagst!

00:26:57: Weil dieser Satz den... Also es ist jetzt eine ganz schöne Seite, die wir vor uns haben mit wunderschönen Vögeln in allen Farbschatierungen, die irgendwie hoch in die grünen Bäume fliegen, ganz schön abstrakt und wunderschön gezeichnet.

00:27:10: Und dazu steht Einvogel nach dem anderen Flug Empor und zeigte seine Gabe Was ja im Prinzip auch das ist, was auf deine Kinder zutrifft.

00:27:19: Sie machen sich auf und zeigen ihre Gaben und sehen es als etwas Positives.

00:27:23: aber solche Sätze zu übersetzen sind eben schwer für Kinder auch für Vierjährige zu verstehen.

00:27:30: Das ist es eben.

00:27:31: und da ist wirklich bei jedem Wort die Frage können wir Empor verwenden?

00:27:37: Auf Dari wiederum auf Paschte wenn es eine Mutter noch weniger als wir diesen Muttersprache im Alltag hat.

00:27:44: Wie soll sie das denn vorlesen, wenn die das phonetisch eben vorliest?

00:27:50: Also da war schon immer wieder so ein Spagat zwischen Anspruch.

00:27:54: ich möchte des lyrisch Ich möchte diesen bestimmten Ton auch weitergeben aber auf der anderen Seite muss es trotzdem einfach sein.

00:28:01: also Da mussten wir schon zu dritt sehr viel an unseren eigenen Ansprüchen auch arbeiten.

00:28:09: Technisch ging es da auch manchmal um ganz kleine Wörter.

00:28:12: Das kennst du ja beim Übersetzen und viel, viel ausprobieren.

00:28:17: Ich glaube das macht uns auch aus.

00:28:19: wie sind nicht aus dem Verlagswesen?

00:28:20: Wir haben auch nichts so direkt mit Übersätzen zu tun hatten aber an unserer Seite viele Menschen die eben da fachlich ausgebildet sind und das nochmal gegenprüfen konnten.

00:28:32: Aus dem Grund waren wir auch so frei.

00:28:34: Jetzt beim zweiten, dritten, vierten Buch merken wir schon dass wir da uns ja bestimmte Muster schon auf erlegt haben vielleicht dadurch auch andere Scheuklappen.

00:28:43: Ihr habt euch ja dann weil du gerade gesagt hast ihr hattet euch einen großen internationalen Verlag gewendet habt euch dann aber bewusst entschieden selber einzugründen.

00:28:50: also ihr seid sehr frei in eurer herangehensweise weil ihr gemerkt habt ihr wollt genau diesen Weg gehen ihr wollt selber bestimmen ihr wollt selbst genau dieses entwickeln.

00:29:00: Es gibt ja auch keine Vorlagen.

00:29:01: Ihr habt jetzt praktisch die Pionierarbeit geleistet, alle sind euch total dankbar und ihr könnt jetzt das ausgestalten.

00:29:07: Exakt!

00:29:08: Das war unser Vorteil aber auch auf der anderen Seite viele schlaflose Nächte, die wir durchgearbeitet haben.

00:29:17: Aber es hat

00:29:18: sich

00:29:19: gelohnt...

00:29:20: Ja, und also arbeitet dann immer ganz eng sozusagen mit der Übersetzerin aber auch mit anderen Übersetzern zusammen.

00:29:26: Das war zum Beispiel jetzt auch bei den weiteren Büchern.

00:29:28: Also wir haben jetzt ein neues Buch das kommt im August heraus Mit dem Verlag Boyens.

00:29:34: Es ist ein Mitmachbuch.

00:29:37: Also da werden die Kinder zum Beispiel aufgefordert einen Fernglas zu bilden mit den Händen oder das Buch zu einem Zelt so zu sagen umzustellen.

00:29:46: Man kommt ganz anders in Dialog mit einem Kind und es sind viel weniger Texte drin.

00:29:53: Und da haben wir ins Türkische und Kuramanji auch übersetzt, haben jetzt auch nach einem Jahr natürlich noch einen größeren Pool für Übersetzungen so dass wir uns nochmal gegenprüfen lassen.

00:30:05: also wir haben einfach die Prozesse nochmal schlanker machen können.

00:30:09: Das heißt ihr beschränkt euch gar nicht auf Darion Pacho sondern ihr habt den Anspruch ihr wollt für viele Menschen für all die Sprachen lieber in Deutschland als Gleichwertige Sprachen existieren wollt ihr gerne.

00:30:21: Das ist nur eine Frage der Zeit, hoffentlich.

00:30:24: Ja natürlich

00:30:24: werdet ihr das schaffen wir nicht hier so

00:30:28: sehr.

00:30:29: Was heißt das?

00:30:29: Hoffe ich dass es das Ziel des in allen Buchhandlungen Bücher in vielen, vielen Sprachen stehen und das ist auch der Anspruch.

00:30:39: Also jetzt ist es auf Türkisch schon Kurmanji dazugekommen und das werden jetzt eben weitere Sprachen dazu kommen.

00:30:46: Und

00:30:46: wollt ihr denn dieses zum Beispiel der Vogel des Lichtes?

00:30:49: Wollt ihr das dann auch in andere Sprachen übersetzen oder bleibt der jetzt in seinem Kontext?

00:30:53: Nein, das wollen wir unbedingt dann weiter.

00:30:54: Also wir haben es schon auf Kolmanji übersetzt.

00:30:57: Das gleiche Buch was unser Verlag vielleicht auch nochmal besonders macht.

00:31:01: Wir haben einen sogenannten Language Lab also wo auch die Community gefragt wird welche Sprachen wünscht ihr euch eigentlich auf die wir gar nicht kommen.

00:31:14: ihre Wunschsprachen nennen.

00:31:16: Und wenn da jetzt ganz viel für ein Buch, für eine bestimmte Sprache zusammenkommt dann müssen wir einfach loslegen.

00:31:23: das ist so die Idee.

00:31:24: Ja super!

00:31:25: Das ist toll.

00:31:26: ja Das ist wirklich toll, weil genau im Zuge dieser Beschäftigung mit den ganzen Sprachen habe ich ja jetzt auch nach Afrika geschaut.

00:31:31: Irgendwie nach West- und Ostafrika wo man gemerkt hat diese Sprachen die sind vorhanden Menschen sprechen die Sprache was gibt wirklich gar nichts darüber.

00:31:39: also barmbarer und diese ganzen wunderschönen sprachen es ist ein toller Ansatz das ist

00:31:44: ja auch denn denn steigend dass ist ja das Verrückte natürlich Sprachen und es bedeutet nicht das muss ich immer wieder erwähnen dass man etwas anderes weg nimmt Belegt das ja auch immer wieder.

00:31:57: Also etwas anderes meine ich, wenn Deutsch wird nicht zu kurz kommen im Gegenteil.

00:32:02: also ich hatte das ja mit den zwei Wörtern zum Beispiel genannt ein Horizont wird erweitert kognitive Fähigkeiten und später auch was die Identitätsfindung angeht.

00:32:12: Das ist ein ganz starkes Plus natürlich, wenn du da alles vereinen kannst.

00:32:17: Ja

00:32:17: ja natürlich.

00:32:18: und dass man auch was du vorhin erzählt hast als wir noch Kaffee getrunken haben das fand ich auch total schön!

00:32:23: Dass man halt den Kindern dann sagt ihr seid Deutschland auch also ihr seid es einfach oder ihr seid Deutsche.

00:32:31: So ist aber unsere Realität jetzt und das ist was Wunderschönes.

00:32:36: Dass es

00:32:37: nicht verdrängt wird, dass mein Kind ... Das habe ich ja versucht auch zu beschreiben.

00:32:41: also bei mir ist es ja noch mal besonders weil ich erst mit zwölf hierher gekommen bin.

00:32:45: Erst aber so, dass ich sehr, sehr bewusst schon in meiner Kindheit eine andere Kultur fällig.

00:32:52: Andere Kulture, andere Werte vielleicht auch und dann später mit Tajikistan aus Pakistan und Russland, dann Deutschland so viel erlebt habe was mich vermeintlich trennen müsste davon.

00:33:06: Eigentlich müsste man genau hier, das haben wir für unsere Kinder entschieden, sagen du bist Deutschland weil zu dir eben auch alles andere gehört.

00:33:15: Weil ich da bin mit meinen Wurzeln und meine Identität und ich kann das so selbstbewusst machen und dir auch im Alltag einfach ermöglichen.

00:33:23: Du kannst dann selbst entscheiden was du damit machst aber ich schaffe dir den Zugang.

00:33:31: Total wichtig und super schön.

00:33:34: Interessant, was dann das Übersetzen in eurem alltäglichen Leben für eine Rolle spielt?

00:33:39: Also ich finde es echt interessant, dass man sozusagen über dieses Simultandorimatch der Kinderbücher dazu kommt um Verlag zu gründen und diese ganzen verschiedenen Ebenen mit aufnimmt.

00:33:51: Ja, das ist schon... Also es gibt ja einmal die Zielgruppe sage ich mal.

00:33:56: Die wie ich jetzt so zu sagen ohne Frage ihren Kindern Bücher vorlesen möchte.

00:34:01: Es gibt natürlich auch die, die die Muttersprache zum Beispiel sehr gut schon können und Deutsch eher noch lernen müssen.

00:34:08: Das habe ich jetzt auch über Kita-Schulen und so weiter erfahren dass es für die auch eine Bereicherung ist ein Bestsellerbuch Kinderbuch eben in der Muttersprache ihrem Kind vorzulesen.

00:34:21: Das hat ja auch noch mal so eine Transferleistung, also zum Beispiel über Ostern Weihnachten oder sonst was nicht irgendwie so abstrakt mit Kindern sprechen sondern dann dieses Buch ganz selbstverständlich auf Tarii zum Beispiel vorlesen.

00:34:37: Verstehst du was ich meine?

00:34:38: Na

00:34:38: klar, die Säßchenschule.

00:34:39: Ich mein das ist ja... Genau, das kann

00:34:40: ich ganz locker einfach meinem Kind dann auf Darif vorlesen oder auf Pashtu vorlesend oder auf Tigrenia vorlesenden egal welche Sprache.

00:34:49: damit schaffe ich auch diese Brücke zu diesen Menschen.

00:34:51: also sie sind ja nicht nur die wie ich zum Beispiel Zugang selbstverständlich haben es sind ja auch viele weitere Gruppen die jetzt damit angesprochen werden und ich glaube dass Ja, das ist ja auch wichtig.

00:35:04: Ja natürlich!

00:35:04: Das sind Schulhofgespräche.

00:35:05: also ich meine man möchte ja auch wenn du sagst eine Sprache ein Gesicht dann bist du ja auf Dari festgelegt in dem Gespräch mit deinem Kind aber du bist die Person die vorliest und dein Kind ist im Kindergarten das Pups-Pulver oder weiß ich nicht, was da so ist Harry Potter.

00:35:24: Es gibt ja immer so Ströme von Büchern die alle lesen und darüber sprechen sie auch alle.

00:35:29: Das heißt ganz logisch dass die eigentlich übersetzt werden müssen damit man die vorlesen kann weil natürlich kann man die nicht einfach weg Dolmetschen.

00:35:36: Ja super super wichtig!

00:35:39: Und wie funktioniert es jetzt mit den Sprachen?

00:35:40: Also wenn ihr eine Übersetzerpool euch aufgebaut oder ihr habt Kontakt zu Übersetzern und das ist ja ein ganz schöner Anspruch, wenn ihr sagt, da geht auf all diese Sprachen ein wo es nicht so viele Übersetzerinnen gibt.

00:35:55: Wie macht ihr das?

00:35:56: Wie kommt ihr an die Communities wie kommt ihr in die Übersetzung?

00:36:00: Ja, das ist nicht einfach.

00:36:02: aber jetzt seit sechs Jahren bin ich sozusagen in diesem Feld so intensiv drin.

00:36:07: Ich habe über viele Personen, die auch fachlich da drin sind.

00:36:12: Also Kübra Gümschei, die das Buch Sprache und Sein geschrieben hat, hatte ein tolles Netzwerk.

00:36:17: Großartiges Buch?

00:36:18: Tut mir euch nicht schon, jetzt müsst ihr alle lesen!

00:36:20: Ja

00:36:20: bitte, ist wirklich toll.

00:36:23: Und dann natürlich auch Waslat meine Mitgründerin, die bei der Deutschen Welle arbeitet.

00:36:28: Da ist natürlich auch ein... Wahnsinnig tolles Pool dabei.

00:36:33: Und so wie jetzt mit dir, also ich habe da ja auch jetzt vielleicht Kontakte das kommt dann, es ergibt sich.

00:36:39: Also wir sind da gar nicht so systematisch aufgebaut und sind in der glücklichen Situation dass wir immer wieder über Kontakte an die richtige Person kommen.

00:36:47: Ja und ihr habt aber auch ein Beirat gegründet?

00:36:50: Wir haben

00:36:50: einen Beirats gegrüntet genau im Zuge der vor der Gründung schon sogar mussten wir das so bisschen machen um einfach nochmal das Fundament sozusagen zu setzen, was mehr Sprachigkeit Forschungseite angeht dann Übersetzung.

00:37:08: Das haben wir gemacht ja auch mit Kybra Gümschei die uns da ganz tolle Kontakte vermittelt hat.

00:37:16: Das heißt ihr

00:37:16: habt ein Beirat.

00:37:18: also das sind sozusagen Menschen hier in Deutschland oder in Europa und Übersetzerinnen und Autorin, die auch in Europa leben oder in Deutschland.

00:37:27: Aber arbeitet ihr mit Frauen zum Beispiel in Afghanistan zusammen?

00:37:31: Arbeitet ihr auch mit Übersetzern in anderen Ländern zusammen?

00:37:34: Das ist der Anspruch... bestimmte Geschichten übersetzen und illustrieren, die dann zum Beispiel original aus Afghanistan kommen.

00:37:43: Weil es gibt eben diese Frauen in Afghanistan, die zeitgemäß malen und schöne Geschichten schreiben können.

00:37:51: Und dann muss ich nur noch einmal das Ganze in Deutsch übersetzen weil der Anspruch ist ja weiterhin da dass eine Mutter Die Dominant, sage ich mal Deutsch spricht.

00:38:01: Die A-Sprache ist Deutsch und sie möchte aber ihre Muttersprache dazu und die wird zuerst auf Deutsch etwas für sich lesen um überhaupt die Geschichte zu verstehen Und dann wird diese phonetische Umschrift zum Beispiel lesen Wenn eine Geschichte aus Afghanistan schon so modern geschrieben ist von der Haltung das ist was Ich will es gar nicht sagen, moderner ist.

00:38:23: Aber so was unsere Werte hier auch widerspiegelt und auch vieles aber aus dem Kulturraum mitbringt eben das Verbindende diese Frauen können wir natürlich einbinden.

00:38:34: dadurch schaffen wir Auch nochmal ein Mehrwert.

00:38:38: Wir würden diese Frauen in Afghanistan beschäftigen, die ja gar nicht arbeiten... Genau

00:38:42: das wollte ich fragen!

00:38:44: Wie funktioniert es denn?

00:38:45: Ihr habt Kontakt?

00:38:46: Ja, wir haben

00:38:47: Kontakte

00:38:48: und sie haben... Und die Übersetz.. Es gibt natürlich auch Übersetzerinnen in Afghanistan, die aus verschiedenen Sprachen in verschiedene Sprachen übersetzen aber die dürfen nicht arbeiten zurzeit.

00:38:58: Also wie ist das für die Situation für Frauen zur Zeit in Afghanistan?

00:39:03: Ja, also die Schlagzeilen das eben ein Arbeitsverbot besteht bestätigen alles.

00:39:09: Also sie dürfen das Haus nicht ohne Begleitung verlasten.

00:39:15: es

00:39:15: gibt extrem viele Verbote.

00:39:19: Das greift wahrscheinlich zu weit wenn ich darauf so stark jetzt eingehe.

00:39:23: aber um einfach auf deine Frage einzugehen Wir würden für diese Frauen auch eine Möglichkeit schaffen zu arbeiten.

00:39:31: Sie dürfen nämlich von zuhause aus teilweise arbeiten, das hängt dann eben von diesen Kontakten ab.

00:39:37: Die haben

00:39:38: wir – wir sind in der glücklichen Situation hier zum Beispiel bei Afghanistan oder auch Iran.

00:39:43: Wir wollen unsere Bücher auf Erfahrs übersetzen, dass wir diese Kontakte haben.

00:39:49: Wir können diese dann nutzen.

00:39:51: Und

00:39:51: ihr könnt den Frauen praktisch unter der Hand Arbeit geben, dass sie wieder ihren Beruf ausüben können?

00:39:55: Sie können

00:39:55: übersetzen!

00:39:56: Wir haben Illustratorinnen und wir haben verschiedene andere Kooperationsmöglichkeiten die wir anstreben.

00:40:03: Also auch IllustratorInnen, die in Afghanistan arbeiten können für euch und ihr könnt auch kommunizieren und die Sachen das ist ja eigentlich richtig wunderbar.

00:40:11: Das wäre schön.

00:40:12: also das ist eigentlich auch eine große Vision Neben diesen Büchern, wir haben jetzt im Urg geschrieben.

00:40:19: Das hat Wasleit geschrieben die hier aufgewachsen ist und zu sagen und wie spannend wäre es wenn man jetzt aus Afghanistan etwas was jetzt, so ein Illustratorin wie gestaltet sie die Farbwelt?

00:40:34: Wie gestaltet Sie sonstiges?

00:40:36: und das könnte man hier einem Kind dann zur Verfügung stellen?

00:40:40: Genau, weil natürlich was wir an Schlagzeilen hören über Afghanistan.

00:40:44: Wir können es leider nicht vertiefen müssen aber auch nicht, weil die Wasler das wirklich sehr schön.

00:40:48: auch über Feminismus und alles Mögliche kann man sehr gut bei der deutschen Welle nachhören und sich dann ein Bild machen.

00:40:54: Man aber schon die Vorstellung eine sehr düstere Vorstellung von Afghanistan hat und ich jetzt ganz naiv geguckt mir denke Was kann eine Frau da machen?

00:41:03: oder was?

00:41:05: gibt es überhaupt modernes Grafikdesign?

00:41:07: Gibt es überhaupt moderne Sprache, gibt es die Möglichkeit solche offenen Bücher dort, die kann man sich nicht schreiben und nicht veröffentlichen.

00:41:17: Aber Frauen denken das natürlich und können das auch.

00:41:21: Die

00:41:21: denken dass die Kompetenzen haben und wir würden ganz neue Potenziale Möglichkeiten schaffen.

00:41:32: Ja.

00:41:32: Ein Zugang, ich meine das ist ja auch für eure Kinder wichtig.

00:41:35: wenn du eine Sprache sprichst eines Landes was dir von deinen Großeltern erzählt wird und was jetzt in so einer restriktiven Situation ist dann hast du ja auch ein altes Land praktisch aber du willst ja auch den Zugang ihr könnt ja nicht fahren.

00:41:49: Nein es ist alles abtragt.

00:41:50: Du kannst ja nicht nach, kannst deinen Kindern ja nie Afghanistan zeigen zurzeit.

00:41:54: Ich kann

00:41:54: einen Moment nein das ist wirklich schwierig.

00:41:56: und über solche sehr konkrete Inhalte oder wie soll ich das sagen?

00:42:03: Ja, also einfach ein Buch kann ich ja das positive ganz anderes Bild eben zeigen und mit meinem Kind sprechen.

00:42:11: Das ermöglicht eben einen ganzen anderen Zugang zu seinen Wurzeln.

00:42:17: Und auch für mich, ich glaube auch viele die unser Verlag unterstützen sehen dass eben auch das ist ein Verlag wo eben auch solche Bücher, ein neues Selbstbewusstsein für Muttersprache schaffen.

00:42:31: Neues Selbstbewussein aber auch für Produkte aus diesen bestimmten Ländern.

00:42:36: also es ist nicht nur dieser Karikative ansatz sondern dahinter steckt ja auch eine gewisse Kaufbereitschaft.

00:42:42: ich bin bereit solche Produkte zu unterstützen.

00:42:46: Ich möchte die und wenn ich dann eben weiß, sie sind sogar von einer Illustratorin aus Afghanistan, aus dem Iran hoffentlich bald auch aus Ethiopia oder Retrea usw.

00:42:59: Das

00:42:59: ist so schön an euren Büchern, dass man jenseits von diesen Nachrichten- Fernsehbildern von Burka verschleierten Frauen ein Bild kriegt das dahinter natürlich selbst wusste junge Frauen stehen die jetzt nicht arbeiten dürfen, aber die denken ja und sind da.

00:43:18: Das finde ich ist eigentlich total toll und wichtig, dass er das macht.

00:43:24: Jetzt haben wir doch noch ein bisschen die Politik tuschiert – das ist auch ganz schön!

00:43:29: Und eigentlich glaube ich, wir könnten jetzt noch stundenlang weiter reden...

00:43:34: Das stimmt.

00:43:35: Aber wir können nicht, wir hoffen jetzt... Ach was wir noch vergessen haben!

00:43:37: Ihr macht natürlich auch Hörbücher und ihr erweitert eure Palette.

00:43:41: weil ihr ja eben so hoch professionelle Frauen seid werden wir noch ganz viel bekommen.

00:43:45: das ist ganz wunderbar.

00:43:46: bestimmt seid ihr auf der Buchmesse in Frankfurt und alle werden euch kennenlernen.

00:43:50: schaut euch das alles an und wir enden eigentlich immer damit dass ich frage welches Buch soll man denn mal lesen über Afghanistan oder überhaupt?

00:43:59: aber weißt du was?

00:44:00: Ich beantworte die Frage für dich selber Ich würde sagen, kauft euch doch mal alle das Buch Vogel des Lichtes Simok.

00:44:08: Weil ich finde es so wunderschön und das können sich jetzt mal alle Mütter und Väter kaufen die Lust haben was vorzulesen und andere Schriftarten zu lesen.

00:44:18: Ja dann können wir euch allen nur empfehlen setzt euch mit euren Kindern hin holt euch dieses wunderschöne Buch schauts euch an lest es vor guckt euch an wie Dari und Padst du?

00:44:28: Was ist für eine wundeschöne schrift ist?

00:44:30: Ich finde schon allein dafür lohnt sich das Buch anzugucken.

00:44:33: Und dann vielen Dank dir, dass ich hier sein durfte in Frankfurt für das tolle Gespräch und euch allen dreien.

00:44:40: Vielen Dank für diese wunderbare Idee mit dem Verlag!

00:44:42: Ich glaube es werden euch ganz viele Leute dankbar sein dafür.

00:44:47: Ja herzlichen Dank, ich freue mich sehr, dass du da bist.

00:44:51: Ja

00:44:52: genau, vielen Dank.

00:44:53: Gut,

00:44:54: na dann vielen danke fürs zuhören euch da draußen.

00:44:56: und ja bis zum nächsten Mal tschüss Das war Übersetzen.

00:45:06: Vielen Dank, dass ihr da seid und uns unterstützt.

00:45:10: Wenn es euch gefallen hat, bleibt dabei, schreibt uns ein Feedback, was ihr noch für unterrepräsentierte Sprachen hören wollt oder was ihr für Ideen habt.

00:45:18: Wir nehmen das voll gerne auf und bewertet bei den Podcatchern, wenn ihr uns unterstützen wollt.

00:45:24: Ihr findet auf unserer Website alles selbst die kleinen Beträge, die uns schon so viele überwiesen haben.

00:45:29: Die helfen uns wahnsinnig um unsere Infrastruktur am Laufen zu haben.

00:45:33: Und erst haben wir gedacht, wir müssten aufhören.

00:45:35: Aber ich glaube nicht!

00:45:37: Ich glaube, wir reden einfach weiter.

00:45:38: Es gibt noch so viele Sprachen auf der Welt.

00:45:41: Also wenn ihr dabei bleibt... Wir bleiben auf jeden Fall dabei.

00:45:44: Tschüss, macht's gut Bis bald

00:46:01: Du перевodst dich?

Über diesen Podcast

Über Übersetzen wird schon lange geredet. Wir sind uns sogar ziemlich sicher, dass bereits mit dem Aufkommen der Sprache und der Entstehung von Schrift, heiß darüber diskutiert wurde, wie Inhalte, Ideen und Gedanken aus einer Sprache in eine andere übertragen werden können. Übersetzung wurde also zu einem essentiellen Faktor der Verständigung. Doch haben Sie sich schonmal aufrichtig damit auseinandergesetzt wer das Buch in ihrer Hand übersetzt hat? Oder die Homepage auf der Sie täglich surfen? Wissen Sie wie Dolmetschen funktioniert?
Zugegeben, die Profession des Übersetzens spielt häufig eher die Nebenrolle, bleibt unsichtbar oder wird mit einem leicht verschrobenen Charakter versehen – wir denken da an den kleinen goldenen Protokolldroiden C-3PO der durch seine linkische Art in Star Wars auffällt, aber doch eigentlich ein genialer Dolmetscher ist. Vielleicht liegt es daran, dass Übersetzer:innen unbemerkt arbeiten, immer mit der Maxime: „eine gute Übersetzung bemerkt man nicht“. Je unscheinbarer, desto besser. Eine Haltung, die sich durch die jahrtausendlange Geschichte der Translation zieht.
Doch was wissen wir wirklich übers Übersetzen? Was bedeutet es Inhalte aus einer in eine andere Sprache zu bringen? Und wie prägt das unsere Wahrnehmung?
Yvonne Griesel und Larisa Schippel gehen in dem Podcast „Überübersetzen“ genau diesen Fragen auf die Spur, wollen eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen, mit Übersetzer:innen konkret über ihre Praxis sprechen und sichtbar machen, was bisher oft im Hinterzimmer verborgen blieb.

von und mit Dr. Yvonne Griesel, Prof. Dr. Larisa Schippel

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