00:00:00: über übersetzen.
00:00:19: Ja, herzlich willkommen zu Übersetzen!
00:00:21: Ich freue mich dass ihr wieder da seid und heute geht es nach Mali oder besser gesagt nach Frankfurt am Main oder auch irgendwie beides.
00:00:30: ich wollte auf jeden Fall gerne ein Podcast oder auch zwei zu übersetzen aus afrikanischen Sprachen machen.
00:00:37: Und dachte mir, ich finde bestimmt Übersetzerinnen aus diesen Hunderten von Sprachen, aus einem der fifty-fünfzig Länder aus Afrika und dann habe ich Übersetzungsverbände angeschrieben, Universitäten, Afrikandistiken, Freunde, bekannte Institutionen... ...und niemand gefunden!
00:00:56: Ja das war schon mal meine erste Lektion.
00:00:59: Dann hat mir aber das Haus der Kulturen der Welt in Berlin zum Glück einen Kontakt verschafft und hat mir die Nummer von Maniachale Diawada gegeben, der Dolmetsch nämlich aus westafrikanischen Sprachen und übersetzt auch.
00:01:12: Und hatte glücklicherweise Zeit mit uns zu sprechen.
00:01:15: Maniacherle Diawara lebt in Frankfurt am Main, arbeitet in der internationalen Zusammenarbeit und ist seit Jahrzehnten selbstständiger Dolmetcher und Übersetzer mit Schwerpunkt auf westafrikanschen
00:01:25: Sprachen
00:01:27: und ist außerdem auf postkoloniale politikwissenschaftliche Themen spezialisiert.
00:01:32: Er ist in Frankfurt am Mainck-Bohren, hat seine Schulzeit in Mali den USA und bei Reut verbracht ein französisches Baccalaurier Global Political Economy und Development studiert und Volkswirtschaft lehre und Politik wissenschaftt in Frankfurt und Lisbonn und Kassel.
00:01:48: Seine ersten Sprachen sind deutsch-französisch Soninke und Bambara.
00:01:54: Verhandlungssicher spricht der Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Dula, Malinkei und Cognaca.
00:02:01: Außerdem noch ganz viele andere Sprachen unter anderem einige Kriol-Sprachen.
00:02:06: Er deumitscht für Gerichte das Bundesamt für Migration, die Strafjustiz in der Schweiz, die internationale Zusammenarbeit Universitätenkonferenzen um nur einige seiner Auftraggeber zu nennen.
00:02:16: Außerdem übersetzt der Ausstellungskatalogo unter anderem für das Haus der Kultur in der Welt, das Magazin Contemporary End.
00:02:23: Er hat den Afrozensus übersetzt und einige wissenschaftliche Publikationen.
00:02:28: Und ich bin Yvonne Griesel, Versetzerin und Dolmetscherin aus dem russischen und französischen und spezialisiert auf Übertitelungen im Theater!
00:02:43: Ich habe es ja gerade runtergerattert nachdem ich meinen Schock verwunden habe wie viel Sprachen du sprichst weil ich habe alles zusammengestellt, es sind achtundzwanzig und vier Erstsprachen oder sogenannte Muttersprachen.
00:02:59: Das ist Wahnsinn!
00:03:00: Ich bin stumm vor Begeisterung.
00:03:02: Wie kommt man denn bitte?
00:03:03: Normalerweise fange ich an immer wie bist du zum Übersetzen gekommen?
00:03:06: aber ich muss einfach erst mal fragen, wie kommt man dann bitte zu so viel Sprachen?
00:03:14: Ich kriege auch davon Angst, weil ich Zahlen sehr gerne mag.
00:03:17: Aber ich denke das ist ganz einfach zu erklären ist, die Zahl auch nicht wirklich das repräsentiert was im Endeffekt dazu führt Weil ich natürlich einmal Sprachen habe in denen ich zur Schule gegangen bin gelernt haben es sind bei mir vor allem Deutsch und Französisch Und später dann halt auch Englisch und In meiner Familie wenn ich damit die engere Familie bezeichne Erstsprache, Muttersprache.
00:03:44: Wäre das bei den meisten Personen, wobei das auf einem Begriff ist der schnell an seine Grenzen kommt.
00:03:48: meiner Meinung nach wäre es zu Ninké und in Mali in vielen Regionen in den meisten Regionen zu siebzig Prozent.
00:03:56: wenn ich mich nicht täusche ist Bambara die Verkehrssprache und daher habe ich diese auch durch meine Zeit dort in der Heimat auch gelernt.
00:04:05: Du bist in Deutschland zur Welt gekommen, bist in Mali zur Schule gegangen und dann in Bayreuth durch die ganze Welt.
00:04:14: also du hast es mir gerade aufgezählt wo du überall warst.
00:04:17: wie kam's denn dazu?
00:04:19: Das sind Entscheidungen meiner Eltern gewesen um zu ziehen relativ oft und durch den beruflichen Werdegang meines Vaters als Akademiker ist er halt durch vertragsgebundene Konstellationen an verschiedenen Orten gewesen.
00:04:34: Und ich als sehr junges Kind bin da mitgereist und auch als älteres Kind noch.
00:04:40: Das Schicksal eines Akademikerkindes, bis dein Vater seine Professur hatte?
00:04:44: So zu sagen!
00:04:46: Ja gut es ist natürlich wunderbar für deine Sprachkenntnisse.
00:04:49: Es ist natürlich irrsinnig gut.
00:04:51: Und jetzt nochmal zu dem Soninke.
00:04:53: das heißt also in deiner Familie wird Soninkel gesprochen In Mali aber Eigentlich die Hauptsprache Bambara, ne?
00:05:03: Ja.
00:05:03: In meiner Familie ist Zuniki die Hauptsprache auch nicht meine kompletten Familie weil wie oft in malischen Familien sind Familien multietnisch.
00:05:12: das heißt in meiner Familie gibt es durchaus auch andere Muttersprachen aber in Mali ist's ja In siebzig Prozent der Fälle, ungefähr bei Interaktionen außerhalb des Hauses mal für viele auch die Bambereits Muttersprache sprechen.
00:05:29: Ich glaube es sind circa dreifig Prozent in Mali Auch zu Hause dann die Hauptsprache.
00:05:34: Genau und je nach Region ist das dann auch oft eine andere Sprache.
00:05:38: Die Region aus der meiner Familie herkommt Das ist im Nordwesten Malis.
00:05:44: Da ist es auch so in den Köln manchen gegen den Verkehrssprachen, in manchen auch Arabisch und den Manzen auch Fulani oder Fulfulli.
00:05:51: Oder Püll, wie man auf Urlaub und Französisch sagt.
00:05:55: Naja das mit den Sprachen ist es ja sowieso... Also ein Land nachdem diese Kolonialverbrechen im Prinzip die Länder so geschnitten haben wie wir sie kennen wie mit dem Lineal können ja eigentlich die Sprachen gar nicht sich auf Länder beziehen ne?
00:06:09: Die müssen sicher eigentlich auf Sprachgebiete beziehen oder?
00:06:12: So ist es dann.
00:06:13: deine Familie kommt aus dem südlichen Teil von Mali Hattest du gesagt?
00:06:17: Genau, es ist so dass in Mali tatsächlich die Sprachen generell in Afrika vor allem in Westafrika.
00:06:25: Ich glaube das einzige Land wo die einzige Sprache wirklich Kiniarwanda ist und das Volk sehr homogenisch Ruanda in der Hinsicht.
00:06:32: sonst glaube ich gibt es fast überall mehrere Sprachen In Mali eben auch Und meine Familie kommt aus...In Mali finde ich den Nord-Süd Einteilung etwas schwierig weil es eine Nord Osten gibt und einen Südwesten.
00:06:45: Und ich komme aus dem Norden vom Südwesten, also der nördliche Rand vom Süddwesten sozusagen direkt an der Grenze zu Mauritania.
00:06:52: Das ist auch das Gebiet in dem Sunniqi eine der verbreiteteren Sprachen ist.
00:06:58: Genauso wird Sunniki auf die anderen Seite der Grenzen in Mauritanie gesprochen und auch in der Region Gidimara und auch bei der angrenzenden Region Tuscenegal bis nach Gambia hinein.
00:07:11: Genau das sind die Hauptgebiete und ich meine, dass es auch einige tausend Sprecherinnen in Guinea-Bissau gibt.
00:07:20: Und wie ist das dann wenn du sagst also deine ersten Sprachen sind eben Soninkir und Bambara?
00:07:24: Ähneln diese Sprachen sich... Also du bist ja spezialisiert auf Mandee Sprachen.
00:07:30: Mandee sprachen sind im Prinzip die Sprachen Marlies.
00:07:34: Ja, das ist eine gute Beschreibung weil Mané und Mali ist im Prinzip das gleiche Wort.
00:07:41: Das ist ein Aussprachunterschied, der das im Prinzip unterscheidet.
00:07:46: Und genauso wie die Sprachen Mandinka Malinke, Mandinka – wir merken, die Aussprachen sind ähnlich?
00:07:54: Ist es ein Sprachgebiet in dem ein Dialektkontinuum oder ein Sprachtkontinum existiert?
00:08:03: Ob das Dialekte sind oder Sprachen, ist schrittig und nicht eindeutig beantwortet.
00:08:07: In der Wissenschaft wird oft noch nach europäischen Kategorien gearbeitet und von Dialektem geredet.
00:08:13: Manchmal sind diese Dialekter aber auch plötzlich Sprachen.
00:08:15: also es ist nicht ganz eindeutlich Und die Mandelsprachen sind meiner Meinung nach nochmal unterteilbar in... Ich weiß gar nicht wie ich das bezeichne, sondern in den richtigen Die offizielle Sprachen des Mandelreiches oder des Mali-Reiches damals entsprechen, das wären Bambara in der südlichen Version Jula.
00:08:39: Jula bedeutet im Endeffekt Handler und es sind die Menschen, die irgendwann Richtung Süden migriert sind.
00:08:44: Das wäre vor allem in Burkina Faso, Nord Côte d'Ivoire etc.
00:08:48: Und diese Sprachen Hauptsprache des Mandereiches gewesen, aber Soninke ist eine Sprache die im Endeffekt nochmal deutlich älter ist als das Mandereig.
00:08:59: Weil das Manderreich hat im EndeFFekt auch viele politische Strukturen eines feurigen Reichs übernommen, dass es vor Existiert ist.
00:09:09: Das ist das Ghana-Reiche oder das Ubagadu-Reich.
00:09:11: Das heutige Ghana hat den Namen von diesem Reich damals übernommend, ab dem Jahr achthundert bis tausendeinhundert circa existiert hat.
00:09:22: Und da war die Hauptsprache eben soninke und Soninke ist nicht gegenseitig verständlich mit Bambara, das ist sehr unterschiedlich und sprachwissenschaftlich finde ich tatsächlich die Kategorie also die Unterscheidung zwischen den Sprachen innerhalb der Niger-Kongol-Sprachen als die kategorisierungen, die auf der gleichen Ebene stehen wie man die Sprachen sozusagen genau.
00:09:49: Und das Mandereich deckt sicher nicht mit Mali wahrscheinlich.
00:09:55: Das Manderech, kannst du dazu was erzählen?
00:09:57: Von wann bis wann es das gab und wo sich das erstreckt?
00:10:01: Ja!
00:10:02: Das Ghanarreich ist vor allem heute auf den Gebiet des heutigen Mauritaniens und Malis existent gewesen von circa dem sechsten Jahrhundert bis zum zwölften Jahrhundert.
00:10:14: Im zwölften Jahrhundert gab es dann eben diesen Übergang ins Mandelreich, ins Mali-Reich.
00:10:21: Das formal konstituiert wurde ab im Jahr die Schlacht von Kirina, in der Sunjata Keita Sumanguru Kante besiegt hat und eben verschiedene kleinere Königreiche vereinigt hat in ein großes Imperium.
00:10:38: eigentlich müsste man sagen.
00:10:39: Und
00:10:39: das erstreckte sich über mehrere... Das ist ja immer schwer.
00:10:44: Wir tun euch übrigens alles in die Show-Notes, weil wir können euch das jetzt auch nicht visualisieren, weil durch die Kolonialzeit sind diese Länder einfach so geschnitten worden, dass das überhaupt keinen Sinn macht.
00:10:55: und das Mali Reich hat sich natürlich erstreckt über ...
00:10:59: Genau, das
00:11:00: alte Ghana-Reich
00:11:02: hat im Prinzip seine Ausdehnung mit der Hauptstadt Kumbi Salle in Mauritania und Mali vor allem gehabt.
00:11:09: später ist es immer größer, immer grösser geworden und der Ursprung des heutigen Mali Reiches ist interessanterweise im heutigen Ginea.
00:11:18: Nämlich in der Gegend um Kanka herum.
00:11:22: da kommt auch der Unterschied zustande zwischen den Sprachen weil in Gineas spricht man von Maningha oder Malinge als Sprache aber das ähnelt sehr dem Bambara in Mali zur Kommunikation gegenseitig verständlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn es um Details gibt ist da doch Unterschiede.
00:11:45: Wenn's über Alltagsinteraktionen hinausgeht und die Ausdehnung ist ja eben nicht nur in Genereon-Mali sondern geht wirklich von Gambia Senegal also der Atlantikküste zur zeit der größten Ausdehnung bis nach Nigeria, Nordnigeria und Niger rein.
00:11:59: Über Nordcaux d'Ivoire, Burkina Faso Teile.
00:12:05: Das war dann das Mali-Reich.
00:12:06: Und war das auch der Moment, wo diese Mandelcharta die erste Menschenrechtsverfassung kommt?
00:12:12: Nämlich aus Mali habe ich gelesen.
00:12:15: Genau!
00:12:15: Das war praktisch im Mali Reich.
00:12:18: Genau, das war zum Gründungszeitpunkt des Mali Reiches.
00:12:22: Das war ziemlich genau im twelvehundert und fünfunddreißig das Datum, dass ich eben schon genannt habe als eben dann nach dieser Vereinigung bestimmte Dinge festgelegt wurden in einer Charter.
00:12:34: Dass die gesellschaftliche Einteilung in Klans – das ist die Übersetzung der damals verwendeten Wörter gewesen dass eben auch soziale Kategorien existiert haben, die festgelegt wurden.
00:12:50: Kasten übersetzt werden und eben halt auch andere gesellschaftliche Zusammenhänge, die auch mit bestimmten Rechten einhergehen.
00:12:58: Aber andererseits bin ich kein Experte was man nicht hat da angeht.
00:13:01: deswegen möchte ich dann nicht zu sehr...
00:13:03: Ne der brauchen
00:13:04: wir
00:13:07: gar nicht!
00:13:08: Das ist nur so interessant dass das Mali Reich sozusagen eine Verfassung, die erste Verfassung der Welt im Prinzip aufgeschrieben worden von dem Königsundiata Kaita programmiert.
00:13:21: Und es ist auch UNESCO-Weltkulturerbe und ich glaube nicht, dass das so vielen Leuten bekannt ist überhaupt.
00:13:28: Das zeigt ja eigentlich nur was für ein zivilisiertes Reich gewesen ist, was für großes Reich gewesen war, worauf im Prinzip diese Sprachen zurückgehen.
00:13:37: Ja, ich glaube zivilisiert ist auch ein interessanter Begriff in dem Zusammenhang.
00:13:41: Weil eben die kolonialen Ansprüche waren ja vor allem durch eine Zivilisierungsmission begründet und dadurch ab... Wesenheit von Zivilisation als Grundlage nutzen.
00:13:54: Und das ist da doch ein sehr gutes stichtheitiges Argument,
00:13:58: wenn man es mit der ersten Verfassung zu tun hat wie man im Prinzip so überheblich sein kann, Zivilisierung einzuführen in so einem Reich Ja, unglaublich.
00:14:10: Genau da kommen wir dann gleich darauf.
00:14:11: wenn wir jetzt über die Sprachen von Mali sprechen können wir wieder zurück auf Mali und diese Sprachenvielfalt die du skizziert hast als europäische Sprache als Kolonialsprache wird der Französisch gesprochen vor Gerichten wird französisch gesprochen in Schulen wird auch französsisch unterrichtet und Universitärausbildung auch auf Französischen
00:14:29: und
00:14:29: nicht auf Bambara.
00:14:30: genau so ist es.
00:14:32: meistens ist da tatsächlich Französischer in der Vormachtstellung Wobei ich ziemlich sicher bin, dass vor Gericht wenn Menschen nicht hinreichend der französischen Sprache mehrchmächtig sind eben auch andere Sprachen verwendet werden können und da die sprachliche Flexibilität gegeben ist um auch ohne Dolmetschende auszukommen.
00:14:55: Genau aber tatsächlich ist es so das Bildungssystem sehr französesprachig geprägt.
00:15:00: Und wenn wir ein Vergleich ziehen zu anderen Ländern, wie z.B.
00:15:04: Tanzania oder Kenia in denen Kiswahili eine ganz andere Rolle eingenommen hat im Bildungssektor ist es in Westen Afrikas nicht nur in Mali sondern auch in Burkina oder in Guinea eben so dass Französisch diese Rolle einnimmt aber im Alltag dann doch andere Sprachen haben viel dominanter sind und eben ja zur Alltags-Kommunikation anderen Kommunikationsformen verwendet werden.
00:15:31: Ja, weil ich jetzt schon öfter gehört habe also weiß was ich interessant finde ist es jetzt welche Haltung hat man dann dem französischen gegenüber?
00:15:40: Also sehr schwierig.
00:15:41: wenn jetzt das Schuhsystem das universitäre System nur französe ist Bambara aber von den meisten Menschen dort als Erstsprache bezeichnet wird und manche gar kein Französisch können Dann sind sie ja praktisch vom Bildungssystem ausgeschlossen und auch vom höheren Bildungs system.
00:15:55: Das ist so tatsächlich.
00:15:57: Die Menschen, die französisch sprechen sind häufiger eher in den gesellschaftlichen Eliten anzusiedeln und damit geht auch ein gewisses Prestigein her.
00:16:09: Der Sprache sagt macht und das sind eben Fortsetzungen von kolonialen Strukturen, die dazu führen dass die Kolonialsprache als höherwertig angesehen wird.
00:16:21: und da es natürlich ein Prozess ist sich dem zu entledigen einige Regionen weiter als andere auf den afrikanischen Kontinent.
00:16:30: Einige Länder sind da weiter als anderen und in Mali ist es eben so, dass ja französisch leider noch viele Türen zu gut bewacht.
00:16:41: Ja
00:16:41: genau!
00:16:42: Und dann ich hatte erst, als ich den Podcast angefangen habe und dann hab' ich erst gedacht naja klar man muss mal von diesen Kolonialsprachen wegschauen paternalistische Geste und so.
00:16:53: Und dann habe ich aber wieder mit Leuten gesprochen von der FMI-Küste zum Beispiel, die dann sagt naja das ist aber nicht nur negativ sondern es ist halt auch eine Verkehrssprache für den afrikanischen Raum.
00:17:02: wie ist denn das jetzt genau oder muss man ja nicht werden?
00:17:05: also Diese beiden Seiten wahrscheinlich, oder?
00:17:08: Das
00:17:08: ist eine sehr, sehr interessante Frage die die vorherige sehr gut ergänzt.
00:17:12: Weil natürlich es nicht nur negative Aspekte gibt der französischen Sprache weil die Lokale natürlich auch eingeignet wurde und schon lange eigene Sprachvarianten je nach Land, je nach Region sich herausgebildet haben Und die halt auch hier im Kontext von Dolmetschen eine Rolle spielen, weil wir nicht einfach davon ausgehen können dass eine Person die Französisch aus Frankreich spricht.
00:17:34: In der Lage wäre adäquat zum Beispiel die französische Sprache einer Person aus Mali zu wiedergeben, die vielleicht nur ein oder zwei Jahre in französsischsprachigen Bildungssystem war.
00:17:45: und dadurch das die Sprachen auch geeignet wurden spielt vor allem in den Ländern eine Rolle, die Region, in der sich die Hauptstadt befindet.
00:17:54: Interessanterweise und in Côte d'Ivoire ist das ein extrem multilinguales Gebiet und dadurch ist es dort viel natürlicher gewesen dass eben Französisch plötzlich eine wichtigere Rolle gespielt hat und nicht etwa eine andere größere Sprache wie zum Beispiel Senegal in Dakar, wo eben Wolof auf jeden Fall die Verkehrssprache ist oder in Mali wo eben Bambara in der Region der Hauptstadt die Verkehrsprache isst.
00:18:22: Wohingegen wir zum Beispiel Kamerun eine viel präsentere Rolle der französischen Sprache haben?
00:18:29: In anderen Ländern wie in Angola ist es noch eine viel stärkere Rolle des Portugiesischen, die zum Beispiel zu beobachten ist.
00:18:37: Interessant!
00:18:38: Dann hängt das davon ab... Dass sowieso sehr viele Sprachen auf relativ begrenztem Gebiet gesprochen werden, ist sowieso klar.
00:18:47: Das hattest du ja auch erzählt.
00:18:48: deine Eltern sprechen um beide die gleiche Sprache.
00:18:50: aber es gibt ja auch durchaus Familien wo noch unterschiedliche Sprachen sind oder deine Großeltern sprechen.
00:18:55: Noch wieder eine unterschiedliche sprache.
00:18:56: das heißt im Prinzip ist es so dass die allermeisten Leute mehrsprachig sind.
00:19:02: Das ist absolut korrekt.
00:19:03: das heißt wir sind dann ganz schnell in dem Bereich von Polyglossi und eben je nach soziale Interaktion oder je nach Moment eben unterschiedliche Sprachen eine unterschiedliche Rolle spielen.
00:19:15: So ein Beispiel ist in meiner Heimatregion in Mali um.
00:19:19: zwischen Nero, Disrael und Gogi kann man in verschiedenen Orten beobachten, dass mehrere Sprachen seit über tausend Jahren parallel existieren.
00:19:27: Dass es im Nordradi-Seil völlig normal ist Bambara zu sprechen, Zoninkir zu sprechen viele sprechen Fulfulde und viele auch Hassaniya Arabisch das da verschiedene gesellschaftliche Bereiche von verschiedenen Sprachen geprägt sind im Schulwesen ist aktuell französisch.
00:19:45: Präkolonialen Zeit war das Bildungswesen vor allem da haben die Lokalen Sprachen eine viel größere Rolle gespielt.
00:19:52: Es gab auch eine Schrift, die verwendet wurde, die sich vom arabischen Skript ableitet und Ajami genannt wird Und die war dann präsenter und später ist es nach der Kolonialzeit eben französisch geworden eigenen vor Ort existierenden Bildungssysteme eben verboten wurden auf Strafe und auch ist zu beobachten, dass wenn wir zum Beispiel den religiösen Bereich betrachten, ist arabisch viel dominanter.
00:20:23: Also das hängt wirklich davon ab wer hat mit wem zu tun?
00:20:26: worum geht es?
00:20:27: Und so weiter.
00:20:28: wie ist das denn jetzt heutzutage?
00:20:30: wird sich dann darauf zurück besonnen?
00:20:32: also mein oder wird es einfach hingenommen dass weiter auf französisch unterrichtet wird obwohl des nicht die Mehrheitssprache ist?
00:20:39: oder gibt es da Bestrebungen, dass man sagt so wir ändern jetzt das Schulsystem?
00:20:43: Oder Es wird auch auf Bambara unterrichtet und es wird auch an Universitäten unterrichtete in der Sprache.
00:20:49: Ja, das ist eine sehr interessante Frage.
00:20:52: Da wenn wir von Unterricht sprechen müssen wir erst mehr von Standardisierung sprechen Und da fängt die Herausforderung an weil je nach Region wird unterschiedlich gesprochen Und ich meine auch, dass es unterschiedliche Unternehmungen gab um Bambara zu standardisieren.
00:21:15: Aber denke das es aktuell noch unterschiedliche Standards gibt und diese parallel nebeneinander existieren Diese auch in Schulen existieren aber das sind wirklich sehr marginale Einrichtungen die darauf spezialisiert sind.
00:21:31: Genau!
00:21:31: Das ist nicht das formale staatliche Schulsystem von dem wir hier reden sondern zu meiner Zeit waren diese sehr marginal.
00:21:40: Und es gab deswegen auch Bestrebungen von aktuellen Regierungen in Mali, dass eben die französische Sprache eine geringere Rolle zuteil werden sollte und eben lokalen Sprachen eine größere Rolle
00:21:53: zugeschrieben werden sollte.
00:21:54: Das hat die aktuelle Regierung versprochen?
00:21:56: Aber was man definitiv sagen kann ist das eben... ...die aktuelle Militärregierung definitiv profitiert hat berechtigten Anspruch einer Abkehr von kolonialen Strukturen, koloniale Sprachen
00:22:11: etc.,
00:22:12: aber eben aktuell auch andere Herausforderungen hat als diese Themen.
00:22:20: Und weil man darauf fokussiert ist und in dem Bereich meiner Meinung nach – ich weiß nicht ob ich auf der aktuellen Stande bin, aber ich habe noch von keiner größeren Schulreform gehört
00:22:30: Also sozusagen, es war gewünscht.
00:22:32: Der Weg geht dorthin aber das ist noch nicht umgesetzt weil es noch so viele andere Probleme derzeit gibt in Mali.
00:22:39: und dann ist es ja auch klar eigentlich, weil man sich fragt also du däumetscht halt?
00:22:43: Däumetst ihr aus dem englischen und französischen oder eben auch aus Bambara und Sorinke, aber übersetzt ja eigentlich nicht viel daraus, weil die Autoren ja hauptsächlich auf Französisch publizieren oder auf Englisch direkt und nicht auf Bambara, so Ringkirche.
00:22:58: Also zum Beispiel aus Mali kommt ja Armandu-Ampathéba.
00:23:03: Das ist ein ganz berühmter Schriftsteller und Ethnologe der wirklich großartige Bücher geschrieben hat finde ich.
00:23:08: Und der schreibt ja auch französisch.
00:23:11: insofern übersetzt man ja wahrscheinlich wenig aus den Sprachen.
00:23:15: also es für dich... Du dolmetscht mehr, ne?
00:23:19: Genau.
00:23:19: Ich dolmete mehr aber das liegt auch definitiv an meiner Rolle dass ich immer mehr Dolmet Aufträge aufgenommen habe als schriftliche Übersetzungsaufträge wobei die sich das auch ändern kann.
00:23:32: Aber interessant ist bei Ampathéba, dass er ja auf Französisch vor allem publiziert hat Seine Muttersprache ist Fulfulde und Ampthéba auch auf Französisch publiziert Märchen, die ursprünglichen mündlich auf Püll erzählt wurden.
00:23:49: Das ist auch ganz interessant!
00:23:51: Ich weiß nicht ob er das auch auf Püllt geschrieben hat aber...
00:23:56: Er hat es übersetzt im Prinzip.
00:23:58: Es wäre wert das mal nachzuschauen.
00:24:00: Ja also er hat's dann eigentlich übersetzt?
00:24:02: Im Prinzip ja.
00:24:04: Also dann ist es alles ... es ist eine sehr restriktive Sprachenpolitik gewesen, die des französische Im Prinzip implementiert hat in Westafrika.
00:24:18: Wie war das in der Schulzeit für dich?
00:24:20: Du bist dort auf Französisch unterrichtet worden, aber die Kinder haben alle auch noch andere Sprachen gesprochen miteinander.
00:24:27: oder wie war es?
00:24:29: Genau!
00:24:29: In meiner Zeit in den Mahlen und Anfang des Jahrtausends war es so dass Französich natürlich die einzige offizielle Sprache ist in der Schule Und es ist auch definitiv bestraft wurde, wenn andere Sprachen gesprochen wurden.
00:24:46: Das wurde bestraft einmal durch das was wir heute körperliche Züchtigung nennen.
00:24:53: und einmal gibt es auch in eigentlich allen auf jeden Fall in vielen Ländern des französischsprachigen Zentral- und Westafrikanischen Länder haben wir eine Institution aus der Kolonialzeit die es in Mali noch gibt.
00:25:07: Das ist das Symbol, nennen wir das.
00:25:10: Das Symbol ist im Endeffekt ein Stückchen Holz an einer Halskette, das getragen werden darf wenn eine Person dabei erwischt wird eine andere Sprache zu sprechen außer französisch.
00:25:23: Es wird auch oft mit Geldstrafen belegt oder für die Kinder oder eben durch körperliche Züchtigung oder Schläge halt.
00:25:32: und dann war das Kind oder der Jugendliche mit dieser Halskette, war dann angehalten ausschaut zu halten und nach der nächsten Person die dieses Phopabe geht, Phopain Anführungsstricken natürlich.
00:25:43: Ja klar!
00:25:44: Und dann eben... ...die Person
00:25:46: denunziert
00:25:46: und damit man, damit die Person eben diese Kette möglichst schnell
00:25:50: los wird.
00:25:51: Ja unglaublich.
00:25:52: also das ist absolute Unterdrückung von Sprache oder von Sprachen ne?
00:25:56: Da muss man sich wirklich nicht wundern.
00:25:58: Aber dann kann man ja nur hoffen, dass das jetzt langsam mit der neuen Generation, dass ihr da jetzt langsam euch widersetzt und rückbesindt.
00:26:04: Und es passiert ja auch schon viel in Ostafrika passiert schon mehr, also dass man jetzt langsam versucht, sich zurück zu besinnen, Dinge zu publizieren.
00:26:15: Ich würde als Optimist sogar sagen, dass wir uns vorwärts besinnen und das die junge Generation, die auch das Internet zur Verfügung hat.
00:26:21: Vor allem in sozialen Medien sehr aktiv sind, dass da sehr viel gemacht wird und auch sehr viel austauscht hat findet über Sprache weil wenn Sprachen aus bestimmten Bereichen exkluiert werden dann stirbt Wissen.
00:26:34: wie Amadou Ampat-Deba sagte Wenn eine alte Person stirbt ist es eine Bibliothek die verbrennt.
00:26:43: moderne Instrumente, moderne oder technische Instrumete uns helfen können.
00:26:50: Uns besser auszutauschen mit dem Internet an Wissen zu kommen das sonst nicht genutzt wird und eben ausstirbt.
00:26:57: Und dass diese Mittel auch ein Mittel zum Widerstand sind.
00:27:04: Mittel zum subversiven Handel sind um einer kolonialen sprachlichen Institution widerstehen zu können.
00:27:14: Der Punkt ist irgendwie, auf den ich hinaus möchte das Wissen und Verwaltung Realität eigentlich generieren.
00:27:24: Das ist im Prinzip Spraches performativ.
00:27:26: D.h.,
00:27:26: wenn etwas existiert und lebt dann erzeugt es Realität.
00:27:31: Und wenn bestimmte Realitäten nur französisch abgebildet werden, nur Französische Ausstausch stattfindet, dann entsteht eine Entfremdung, eine Abkoppelung der Realität der Sprachwelt der meisten Menschen in bestimmten Lebensbereichen, weil die Sprache bezieht sich ja immer noch auf bestimmte Lebensbereiche.
00:27:52: Und gibt es denn schon so Wörterbücher, Grammatiken für Bar-Marie?
00:27:58: Die wird ja beschnitten, die Sprach seit praktisch Jahrhunderten.
00:28:02: Gibt's da jetzt schon Bestrebungen das zu ändern?
00:28:04: also weißt du davon...
00:28:06: Ich weiß vor allem von Wörterbüchern oder Standardisierungsvorhaben, die aus der westlichen akademischen Denke kommen.
00:28:14: Ja ich möchte diese nicht verteufeln.
00:28:16: aber ich möchte nur anmerken dass diese aus einer bestimmten Perspektive Dinge sieht und das eine bestimmte Funktionalität für diese Standardisierung mit transportiert wird deren Rolle eben zur Diskussion offen sein sollte wie es eben auch aktuell von den jungen Leuten verlangt wird, dass eben nicht mehr unhinterfragt einfach französische Begriffe oder französe sprachige Begriefe oder Arten zu denken die damit transportiert werden mitgebracht werden ohne eben das die Art zu denken oder die Art vorzugehen der Leute vor Ort mitgetragen würde.
00:28:55: Ich meine damit auch nicht, dass wir ein Schritt zurück in die präkoloniale Vergangenheit gehen sollten sondern eben schauen müssen wie wir vorwärts gehen können, indem wir dafür die Möglichkeit haben, die richtigen sprachlichen Anteile so zusammenzusetzen dass eine Realität abgebildet werden kann.
00:29:17: Die einem zuträglich ist und die eigenen eben Interessen dann auch mit abgebundet werden können.
00:29:25: Ja, ja auf jeden Fall.
00:29:26: Und hast du dafür ein Beispiel für diese europäische Sichtweise?
00:29:29: Also nur mal damit man das ein bisschen... weil du sagst es ist ein europäischer Blick.
00:29:34: was wäre so ein einfaches Beispiel um zu verstehen?
00:29:37: wie
00:29:38: zum Beispiel habe ich oft im Dolmets Kontext Asylwesen vor allem da sehr viel kommt aus Verwaltungsdenken und da werden oft mal Fragen gestellt z.B nach Touristischen Attraktionen aus der Heimatstadt einer Person, damit eben glaubhaft gemacht werden kann dass diese Person aus dieser Region kommt und bei manchen Orten gibt es keine touristischen Attraction oder die sind nicht touristisch erschlossen.
00:30:09: Oder die Leute die dort vor Ort leben haben zum Teil dann auch keinen Bezug dazu und das wird dann aus hiesiger Sicht plötzlich als unglaubwürdig interpretiert weil eine Person die dort lebt ja dies wissen müsse.
00:30:22: oder zum Beispiel, dass eine Person gefragt wird nach der Hauptstadt der administrativen Einheit der Region aus der die Person kommt.
00:30:31: Dann sagt die Person ich bin nicht zur Schule gegangen
00:30:35: Ich
00:30:35: weiß nicht was distrikt ist.
00:30:38: und das Wort Wörter, die früher für administrative Einheiten verwendet wurden existieren natürlich parallel zu französischen offiziellen Einteilungen des Staates aber in manchen Gegenden finden die keine Anwendung, weil die nächste Schule sehr weit weg ist oder?
00:30:55: Weil eben... Die Leute auch die Art und Weise ihre Region anzuteilen noch leben.
00:31:01: Und das eben ihre Realität ist.
00:31:04: Das ist manchmal
00:31:05: ganz interessant.
00:31:06: Sehr spannend!
00:31:07: D.h.,
00:31:07: jetzt sind wir schön beim Dolmetschen nämlich, das ist super.
00:31:10: Weil ich wollte fragen was sind denn so die Besonderheiten beim Dolmenschen?
00:31:15: Es
00:31:15: ist eine spannende Frage nicht voll und fänglich beantwortet werden kann.
00:31:21: Aber natürlich versuche ich jetzt ein paar Beispiele zu denken, zum Beispiel eben das Konzept von Zeit wie Zeit erfasst wird oder wie Chronologie verstanden wird, wie Dinge erzählt werden in europäischen Sprachen aber auch nicht essentiell unbedingt immer so gedacht sondern durch die europäische Geschichte Art, wie hier Wissenschaft entstanden ist.
00:31:48: Gibt es eine Art zu erzählen?
00:31:50: Zu denken!
00:31:52: Die ist oft chronologisch, die ist oft linear und das prägt die Sprache hier.
00:31:57: Ich weiß nicht ob das in europäischen Sprachen immer so war.
00:31:59: ich bin ziemlich sicher, dass dem nicht so war.
00:32:01: Ich bin ziemlich sichert, dass zu voremmischen Zeiten vor allem in Deutschland das da andere Arten zu erzähln.
00:32:07: Bestimmt Existenz ist seine Vermutung aber... Wenn wir das dann übertragen nach Westafrika, dann haben wir eine Art zu erzählen die oftmals nicht unbedingt chronologisch ist sondern referenziell ist.
00:32:17: Das heißt es wird etwas erzählt von dem ausgegangen wird da wird eine Zusatzinfo gegeben und dann wird wieder zurückgekehrt und darauf aufbaut eine weitere Zusatzinformation gegeben.
00:32:27: Und oft erlebe ich dass beim Null Matchen als Ausschweifungen wird es dann oft interpretiert von der Person die in diesem Fall ein Interview führt zum Beispiel Sei es für das Thema Asyl, sei es für andere Themen.
00:32:41: Und dass dann eben das als Ausschweifung wahrgenommen wird und dann das Wort abgeschnitten wird und gesagt jetzt beantworten Sie doch bitte genau die Frage.
00:32:48: Das ist nicht nur eine sprachliche Barriere, die ich überbrücken muss sondern ich bin Kulturmittel.
00:32:58: Greifst du dann ein und sortierst linear oder kappst manche Referenzen ab?
00:33:03: Oder wie machst du das, oder erklärst du vorher was.
00:33:05: Wie versuchst du da die Brücke zu schlagen?
00:33:07: weil es ist ja sehr schwierig...
00:33:09: Das ist ganz unterschiedlich!
00:33:10: Weil verschiedene Dolmetsch-Kontexte verschiedene Ansprüche haben wenn ich wörtlich dolmetschen soll in bestimmten Kontexten ist es so Dann wiederhole ich wördlich Und dann mache ich wenn nicht darf eine Anmerkung des Dolmetches Die dass in einen Kontext bleibt.
00:33:28: wenn ich weiß, dass die Person, die das Interview führt und beispielsweise nicht den Bild ist dann informiere ich diese Person über bestimmte Erwartungen, die dann möglicherweise nicht erfüllt werden können.
00:33:44: Das ist eine Art vorzugehen.
00:33:46: oder in die andere Richtung weiss ich deshalb eine Frage auf eine bestimmte Art und Weise gestellt wird.
00:33:50: zum Beispiel zählen sie alle Ortschaften auf, in denen Sie in Ihrem Heimatstaat gelebt haben?
00:33:57: dann wird ganz sicher nicht eine Aufzählung der Ortschaften kaum, in denen diese Person gelebt hat.
00:34:05: Sondern es wird mit Informationen weiter ausgeführt wie es in der Art dort zu erzählen ganz natürlich ist und Die trockene Information an sich, die Aufzählung hat keinen Wert.
00:34:16: Deswegen würde auch niemand auf die Idee kommen das so einfach nur aufzuzählen.
00:34:19: Das heißt
00:34:19: ich würde dann das erklären müssen dass er wirklich nur den Namen der Orte aufzählen muss oder dass die Person das dann.
00:34:26: sonst würde man noch dazu sagen warum man dort war warum man da.
00:34:29: und wenn ich das mache muss Ich dann auch wieder sagen dass ich das hinzugefügt habe.
00:34:33: Sonst hab ich ja das übersetzte wort was ich worter wort übersetzen soll verfälscht.
00:34:38: das sind dann kleine Spitzfindigkeiten, die oftmals eine Rolle spielen.
00:34:42: Ja und da kommt wahrscheinlich auch viel Politik rein, viel Rassismus damit hast du es wahrscheinlich auch zu tun.
00:34:48: dann bei den Gerichten oder bei den Asylanhörungen, die du sozusagen überbrücken musst?
00:34:53: Ja auf persönlicher Ebene gab es solche Vorfälle.
00:34:58: auf struktureller Ebene ist das in dieser Interaktion aufgrund der Machtasymetrie einfach mit vorhanden.
00:35:09: leider und ich tue mein Bestes, dass sozusagen das der Aspekt entschärft wird ohne ein Konflikt herbeizuführen.
00:35:19: Kann ich mir sehr schwer vorstellen?
00:35:20: Also kenne ich auch vom Gericht.
00:35:22: es ist einfach emotional auch schwer auf Dauer zu ertragen.
00:35:26: aber erzähle noch ein bisschen zu der Sprache.
00:35:28: Sondern über Bambara oder Sorinke erzählen.
00:35:31: was ist das für eine Sprache?
00:35:32: Was hat das für ne Schrift?
00:35:34: Wie schreibst du, wie wird Bambara geschrieben?
00:35:37: Ist es eine arabische Schrift oder eine Lateinische?
00:35:39: Ja das ist auch ein interessanter Frage.
00:35:41: Ich kann mich auch gerne auf Bambar und Zuniki gleichzeitig beziehen und vergleichen weil die beide sprachwissenschaftlich als Mann nicht Sprachen gesehen werden aber genau in dem Punkt doch einige Unterschiede aufweisen.
00:35:53: Die Schrift die Präkolonial verwendet wurde war vor allem Skripte die abgeleitet wurden vom Arabischen Skrip.
00:36:01: Es
00:36:02: gibt
00:36:05: Seit Mitte des letzten Jahrhunderts sage ich mal vorsichtig.
00:36:08: Ich bin auch kein Sprachwissenschaftler, möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
00:36:12: Nicht versuche sondern es wurden Skripte entwickelt für Bambara und das sind Minko-Schrifte.
00:36:20: Ein Apostolf K.U.Mko und das bedeutet auf Bambarra, ich sage... Das ist ein Alphabet!
00:36:27: Es ist wie das hiesige Alphabet Phonetisch, wenn wir so wollen.
00:36:33: Es sind keine Glüven.
00:36:35: Also es ist nicht so wie auf Chinesisch dass da Zeichen eben Bedeutungseinheiten besetzen sondern das jedes Zeichen eine Aussprache.
00:36:44: Genauso wie arabisch genauso wie europäische
00:36:46: Schrift.
00:36:46: Aber es ist kein Arabisches Schrift und keine europäischer
00:36:49: Schrift?
00:36:49: Nein die hat eigene Zeichen und ist angelehnt an... Hat Einflüsse von sowohl arabischen Skript als auch europäischen Skrips und wird, glaube ich auch von rechts nach links geschrieben.
00:37:02: Aber wie ich gerade am Vermuten bin an mir dass ich das nicht verwendet habe... Das ist eine Sprache über die ich nur gelesen habe also ein Skript über den ich nur gelesen habe.
00:37:13: Ich kenne auch ehrlich gesagt keine Person die das verwendet sondern das wurde damals geplant gemacht und existiert.
00:37:19: aber
00:37:20: Und beschreibt sich es dann jetzt oder schreibt sie es gar nicht?
00:37:24: Wir haben aktuell vor allem sehr kleine Kreise-Expertinnen, die sich da mit befassen und in der Sprache schreiben auf Bambara und auf Sonike, die gibt es.
00:37:39: Das ist ein Bereich, mit dem ich nicht bisher in Kontakt war wirklich.
00:37:44: Ich habe einzelne Personen mal zufällig kennengelernt aber wir waren dann nie einen Austausch oder so.
00:37:49: deswegen ist das etwas was für mich so nicht zugänglich ist.
00:37:52: Für die Allgemeinheit ist es so dass wenn ich selbst mal einen guten Tag hab bau ich mal Wörter auf Soninke mit ein oder schreibe, aber so wie es mir gerade kommt.
00:38:01: Ich habe da keinen Standard
00:38:02: erlernt.".
00:38:03: Ein lateinischen Buchstaben.
00:38:06: Andere Personen in Mauritania machen das ganz sicher mit arabischem Buchsterben.
00:38:09: Sonink hat auch sehr viele Laute die einfacher sind mit arabischen Alphabet darzustellen als mit europäischen.
00:38:17: Aber beide Sprachen sind auch tonal.
00:38:19: Das heißt wir haben je nach Definition zwei oder drei Töne Die Bedeutung eines Wortes verändern.
00:38:26: Wie auf Chinesisch, dass man eben... Auf Hoch-Chinesisch sind es Viertöne Bei uns sind das zwei oder drei je nachdem wie man das festlegt.
00:38:34: Das eben auf so einen Kit zum Beispiel.
00:38:36: wenn ich sage Robert bedeutet das Einkaufen aber wenn ich sagen Robert bedeutet es Staub.
00:38:44: Ich weiß nicht ob der Unterschied für alle intuitiv zu hören ist und oft ist auch die Grammatik über Tonalität geregelt.
00:38:52: das heißt je nach dem wie ich etwas ausspreche hat das dramatikalischen Einfluss auf die Bedeutung eines Satzes zum Beispiel.
00:38:59: In Westenafrikas gibt es einige Sprachen, die diese Charakteristik haben und andere, die das nicht haben.
00:39:04: Das ist ganz spannend.
00:39:07: Aha!
00:39:07: D.h.,
00:39:07: also das ist wirklich eine gesprochene Sprache, die erst in den Anfängen der Verschriftlichungen sich befindet und dann sogar das Zeichensystem noch nicht ganz eindeutig ausgearbeitet ist?
00:39:17: Es ist nicht eine Sprache die am Anfang der Verstriftlichtung ist sondern die wurde seit Jahrhunderten mit arabischem Skript verwendet, in Mandelreich und Songhai-Rechts etc.
00:39:29: Auch in den bekannten Bibliotheken im Timbuktu sind nicht nur Texte auf Arabisch sondern definitiv auch auf Songhai, auf Soninkeh und auf Bambarari.
00:39:38: Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen welche Sprachen da alle vorkommen weil ich keine Experte zu dem Thema bin aber es sind definitiv Texten auf Ajami also arabischen Skript das angepasst wurde für diverse lokale Sprachen.
00:39:51: das wurde definitiv das gibt seit Jahrhunderten.
00:39:54: Es gibt aktuell im pustkolonialen Zeitalter, wenn ich das so sagen darf.
00:40:00: Unternehmungen einen Standard festzulegen, Unternehnungen ein einheitlichen Zeichensatz wie den Kurschrift zu entwickeln.
00:40:08: also die sind entwickelt, sie sind fertig aber ich kenne kaum Kreise in denen die wirklich benutzt werden.
00:40:13: Das ist eher die Sache.
00:40:15: Ich kenne einige Kanäle auf YouTube wo es verwendet wird Aber das ist wie gesagt eine sehr kleine Gruppe und ich kann die persönlich niemanden... Genau,
00:40:23: weil es ja auch noch nicht in der Schule unterrichtet wird.
00:40:26: Und dadurch
00:40:27: dass eben unsere Realität so ist das eben Französisch diese Rolle eingenommen hat, wird dann oft französisch verwendet.
00:40:32: aber wenn ich mit meinen Eltern zum Beispiel Einkaufsnotizen schreibe, ist das ein Mischmarsch aus Deutsch, Englisch, Französische und Zoninke.
00:40:43: Da kommen auch mal Wörter auf Zoninkäfer, aber ich habe mir da noch keinen Standardübergang sein, dass das gleiche Wort ein paar Mal anders geschrieben wird.
00:40:51: Und so ist es dann wahrscheinlich auch, wenn du Dormitzen, das dürfte dann ja auch eine Schwierigkeit sein.
00:40:54: Das heißt, du hast es oft beim Dormitschen mit Menschen zu tun sie sozusagen französisch, Sonny & Kay, Bambara... Wenn du jetzt zum Dormitch-Einsatz kommst wo du vielleicht auch mit einem Sprach gemischt zu tun kriegst?
00:41:07: Genau das ist das was ich vorhin mit Polyglossie meinte dass ich das eben in verschiedenen Situationen verschiedene Sprachen eine Rolle spielen.
00:41:14: d.h.,
00:41:15: wenn ich mit einer Person aus Mali zu tun habe, die hinreichend französisch beherrscht wird diese Person lieber ein Asylintervier zum Beispiel auf Französisch führen wollen weil das zugänglich heißt und die ganzen Verwaltungsberichte sowieso auch französe sind.
00:41:30: Wenn die Person aber nicht hinreichender Französische spricht dann befinde ich mich in der Rolle.
00:41:38: Wörter die eben teilweise auf Bambara kaum verwendet werden oder es gibt kein Pondant dazu, weil es ein Spezifikum der französischen Verwaltungsart ist.
00:41:52: Es kann alles mögliche sein und dann entweder die Person versteht das Wort auf Französisch oder ich muss es umschreiben und erklären anders kommt man da nicht raus.
00:42:05: aber es ist super spannend dass Mehrsprachigkeit spielt eine Rolle.
00:42:09: Mein spektakulärster Auftrag war ein Auftrag, in dem ich mit einem Sprachgemisch zu tun hatte.
00:42:19: das umfasste Soninke Creole aus Casamans bzw.
00:42:25: Ginebisau Portugiesisch und war dann nochmal gespickt mit Englisch und Französisch.
00:42:33: Und die Person sprach auch Fulfulde und Mandinka.
00:42:38: Also das waren im Prinzip, ich weiß nicht, sechs Sprachen die in diesem Kontext plötzlich da waren.
00:42:43: Die ich...
00:42:45: Dolbert schon musste.
00:42:47: Ja und wenn das ein
00:42:48: Dolbert?
00:42:48: ...die ich dann vertragen
00:42:49: musste in die französische Sprache.
00:42:52: Weil es ist auch super interessant dass Zoninke in Mali wird oft mit Französisch ergänzt in Gambia aber mit Englisch.
00:42:59: Das
00:42:59: heißt zum Teil gleiche Nachnamen haben andere Verschriftlichungen weil dort Englig die offizielle Sprache ist.
00:43:05: Mein Nachname zum Beispiel, Jaura wird dort mit J geschrieben.
00:43:08: Wie der erste Präsident Gambia Sir Dauda Jaura, wird mit J beschrieben.
00:43:13: Das sind
00:43:14: so
00:43:14: kleine Dinge die für uns ganz normal sind.
00:43:19: Dann sehe ich... Weil wir wollten eigentlich noch über Kriolsprachen sprechen.
00:43:25: Aber ehrlich gesagt, wir können gar nicht immer alles sprechen was du kannst und weißt weil ich wollte noch so viel mit dir besprechen aber diese Podcast der wird ja nicht reichen dafür.
00:43:34: Weil du auch noch Kriolsprachen sprichst und das ist ja eigentlich ganz klar, weil so viele Interferenzen zwischen den einzelnen Sprachen sind und dann dass dazu kommt.
00:43:43: Kriolesprachen
00:43:43: sind ja im Prinzip das Ergebnis von Interferenz, weil die alle eigentlich einen Bezug haben zum transatlantischen Sklavenhandel zur Ausflöschung der Identität, der versklavten Menschen notwendig, dass sie ihre Sprache loswerden.
00:44:00: Das heißt ich schaue woher besorge ich meine Sklaven?
00:44:03: die sollten bloß nicht die gleiche Sprache sprechen.
00:44:06: dann ist es in der nächsten Generation kein Problem und durch die Interaktion mit der Kolonialsprache entsteht Criol.
00:44:12: das ist ganz kritisch zusammengefasst.
00:44:15: wir machen bestimmt auch nochmal irgendwann einen Podcast über Crioll sprachen.
00:44:18: Ich habe nur gedacht dass wir das noch kurz ansprechen weil Kreolsprachen kommen sehr oft in Literatur vor, sie werden sehr oft benutzt und tauchen auf.
00:44:27: Und dann wird es... häufig übersetzt, also aus dem Französischen aber auch aus dem Pitchen.
00:44:31: Aus dem Englischen ins Deutsche.
00:44:33: und es ist wirklich oft so das es leicht paternalistisch und rassistisch ist weil sich die Übersetzen dann bestimmt nicht aus bösem Willen, aber es wird sich viel ausgedacht werden viele Fantasiesprachen dann ausgedacht Und da hat man so ein mulmiges Gefühl und alle möglichen Leute fragen einen wie geht ihr damit um?
00:44:51: Wie geht man damit um?
00:44:52: was würdest du sagen?
00:44:57: und übersetzt es ins Deutsche.
00:44:58: Was macht man damit?
00:45:00: Das ist tatsächlich eine große Herausforderung, ich denke dass der Entstehungskontext dieser Sprachen ja ganz wichtig ist und dieser ist rassistisch hoch-rassistig.
00:45:11: das ist wie sagt man das auf Deutsch The Pinnacle of Racism weil's in dieses Slavenökonomien existiert haben.
00:45:20: Und der Entschteungskontext dieser Sprache spiegelt hier auch diese Machtasimetrie wieder mit denen bestimmte Sachverhalte beschrieben oder bezeichnet werden und die dann in bestimmten Sprachen, vor allem in Kirolsprachend an einen Rollenwandel eben erlebt haben.
00:45:36: Oder dass eben Dinge reapropiert werden und wieder neu interpretiert werden.
00:45:41: Oder das in den USA schwarze Personen des N-Worts zueinander sagen aber eben weiße Personen das nicht tun sollten.
00:45:48: Und weshalb sollte man dies nicht tun?
00:45:50: Das ist glaube ich ein guter Vergleich um eben zu erklären wie man bestimmte rastistisch konnotierte Worte von Kreolsprachen in die deutsche Sprache zum Beispiel überträgt.
00:46:04: Ich denke, der hilfreichste Weg den ich bisher auch in anderen Sprachen verwendet habe sind Fußnoten.
00:46:13: Ohne den Kontext zu erklären ist es ganz schwierig einfach nur ein Text zu schreiben und nicht zu erklären welches Wort warum wie welche Konotierung hat.
00:46:22: Das ist Herausforderung.
00:46:24: tatsächlich verlangt viel mehr Kontextwissen als Sprachwissen.
00:46:30: Also auf gar keinen Fall irgendwas erfinden und irgendwelche lustigen Sprachen aufschreiben, sondern wirklich vielleicht sogar einfaches belassen und dann eine Fußnote zu machen mit einer inhaltlichen Angabe und noch zusätzlichen Erklärungen
00:46:47: oder Entstehungsprozesse
00:46:48: könnte man so machen.
00:46:51: ja was ich auch spannend fand das hattest du mir erzählt wir haben ja Das Deutschkreol, also die deutschen Kolonien, die ja nicht so präsent sind in Deutschland.
00:47:00: Das ist sehr was, wo wir vorhin auch darüber gesprochen hatten wie man das Gefühl hat, in Deutschland gibt es sehr wenig Wissen über unsere eigene Kolonialverbrechen und dass es auch ein Deutschkreoll gibt weiß ich auch nicht ob den Leuten, d.h.
00:47:12: unser Deutsch oder den meisten Deutschen das überhaupt präsente und bewusst ist ne?
00:47:18: Es ist tatsächlich eine große Herausforderung nämlich die Beschäftigung mit kolonialen Vergangenheiten.
00:47:25: Ich finde es auch tatsächlich immer ein bisschen reductionistisch, wenn das auf formelles Besetzen von anderen Gebieten reduziert wird.
00:47:33: Es gibt dann sehr interessantes Buch mit dem Titel Pustkoloniale Schweiz.
00:47:38: Meinen wo Ökonomie betrieben wurde, wo Profit gemacht wurde musste auch einen Umgang gefunden werden mit diesen Profiten umzugehen.
00:47:49: Die Schweiz hat vielleicht keine oder andere Länder wie Schweden haben vielleicht keine, bei Schweden weiß ich gar nicht.
00:47:55: Keine Gebiete vom LW setzt aber definitiv ein Teil an diesen ganzen ökonomischen Systemen gehabt und eine Rolle gespielt.
00:48:03: Deswegen ist das ganz spannend.
00:48:05: Und bei unser Deutsch und anderen Deutsch beeinflussten Gebieten Ich glaube... ich mag Geografie, ich versuch's mal Togo Teile von Kamerun und Rwanda Burundi Ich glaube auch Papa Neuginer, wo unterdeutlich gesprochen wird und auch einige Pazifik sind.
00:48:31: Im Pazifik ist da erstaunlich viel gewesen.
00:48:33: Das habe ich irgendwann mal gemerkt und das war mir auch... sehr lange nicht bewusst.
00:48:38: Ich frage eigentlich immer, was würdest du uns mit auf den Weg geben?
00:48:41: Was empfiehlst du den Hörer in, was sie mal lesen könnten?
00:48:44: Was sind Bücher die spannend sind?
00:48:46: Die koloniale
00:48:47: Schweiz ist jetzt schon aufgenommen!
00:48:49: Wie werde ich mir sofort besorgen?
00:48:51: Ich könnte jetzt tatsächlich versuchen Bücher aus dem Fingern zu saugen, die ich gerne gelesen habe Autorinnern wie Cimamandango Zyadige oder Chinua Acebe.
00:49:02: oder auch dieses wunderbare Buch Eurocom-Rom von Tilbert Stegmann, der sieben Siebe mit Sprachverwandtschaften einführt um alle romanischen Sprachen.
00:49:13: oder es gibt auch Projekte das gleiche mit germanischem Sprachen zu machen zugänglich zu machen.
00:49:18: Aber ich glaube ich habe mich bewusst dafür entschieden als ich darüber nachgedacht habe kein Buch zu nennen sondern ich möchte auf die Rolle von Musik eingehen beim Spracherwerb und möchte ein Musikstück ans Herz legen nämlich von Cesaria Evora Das Lied Soldat, das ist auf kaberdianischem Kriol geschrieben.
00:49:39: Ich glaube es gibt portugiesische Übersetzungen davon und dieses Lied bringt Afrika Europa die Karibik zusammen.
00:49:48: Wir haben eine Kriolfprache wir haben alle Einflüsse damit dabei Und verstehen damit auch wenn man den historischen Hintergrund des Liedes versteht Den Entstehungskontext dieser Sprachen.
00:49:58: Das fand ich ganz toll damals, als ich mich mit der Sprache beschäftigt habe.
00:50:02: Herr Cesaria, wo reißt du?
00:50:03: So ganz toll!
00:50:04: Das ist wirklich ganz, ganz toll.
00:50:06: Es war unglaublich viel was du uns erzählt hast.
00:50:08: Ich glaube wir legen jetzt alle Cesariya Evora auf.
00:50:11: natürlich zum Abschluss und ja vielen, vielen Dank.
00:50:15: das war wirklich sehr, sehr spannend und ich glaub wir haben alle viel mitgenommen.
00:50:19: Sehr, sehr gerne danke für die Möglichkeit und die Einladung.
00:50:23: Ja
00:50:24: tschüss,
00:50:25: tschüs,
00:50:25: ttschau Ja, vielen Dank fürs Zuhören und ich möchte mich noch mal ganz besonders beim deutschen Übersetzerfonds bedanken für die Förderung dieser Folge.
00:50:39: Und auch bei allen Zuhörerinnen, die uns mit ihren Spenden und vor allem auch mit dem netten und hilfreichen Feedback unterstützen!
00:50:46: und wir freuen uns sehr, dass wir weitermachen können.
00:50:49: Und wenn euch der Podcast gefällt, dann freuen wir uns auch über Bewertungen bei Apple-Podcasts, Spotify oder den anderen Podcatchern.
00:50:56: Empfehlt uns einfach weiter, schreibt uns, meldet euch mit Ideen – und vor allem bleibt neugierig!
00:51:02: Bis zum nächsten Mal, tschüss!
00:51:05: Das ist ein Verwodchen, das ist eine Verwaltung.